Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzy­klo­pädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

How to read Jewiki in your desired language · Comment lire Jewiki dans votre langue préférée · Cómo leer Jewiki en su idioma preferido · בשפה הרצויה Jewiki כיצד לקרוא · Как читать Jewiki на предпочитаемом вами языке · كيف تقرأ Jewiki باللغة التي تريدها · Como ler o Jewiki na sua língua preferida

Kurt Rosenkranz

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kurt Rosenkranz (* 2. August 1927 in Wien) ist österreichischer Erwachsenenbildner.

Leben

Rosenkranz ist im Wiener Bezirk Brigittenau aufgewachsen. Seine jüdischen Eltern und Großeltern waren aus Osteuropa zugewandert. Mit 9 Jahren wurde er Chorknabe im Bethaus in der Kaschlgasse. [1]

Im Zuge des „Anschlusses“ an Hitler-Deutschland im Jahr 1938 erfuhr Rosenkranz Ausschreitungen und Demütigungen, er musste seine Schule verlassen, und wurde in eine Sammelschule für Juden in der Währinger Straße 43 verlegt. [2] [3] Die Familie flüchtete nach Riga. Da dort deutsche Truppen die Familie einholten, wurde die Familie Rosenkranz in sowjetische Gefangenenlager verlegt und zuerst in Nowosibirsk in Russland, später in Karaganda in Kasachstan interniert.

1946 kehrte Rosenkranz nach Wien zurück und arbeitete mit seinem Vater in dessen kleiner Schuhfabrik.

1989 gründete er das Jüdische Institut für Erwachsenenbildung.[4]

Für seine Verdienste wurde ihm der Titel Professor und 2010 das Goldene Ehrenzeichen des Bundesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden Österreichs verliehen.

Sein Bruder Herbert Rosenkranz war Historiker in Yad Vashem.

Schriften

  • mit David Zelinger (Hrsg.): Verpflichtung eines Überlebenden – Reden und Berichte. Bohmann, Wien 1993.

Literatur

  • Susanne Blumesberger (Red.): Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft 18. bis 20. Jahrhundert. Herausgegeben von der Österreichische Nationalbibliothek, Wien. K. G. Saur, München 2002, ISBN 3-598-11545-8 (Band 2, J-R) S. 1145.
  • Christian H. Stifter, Brigitte Ungar-Klein (Hrsg.): Bildung gegen Vorurteile. Festschrift aus Anlaß des 10jährigen Jubiläums des Jüdischen Instituts für Erwachsenenbildung. Verlag Österreichisches Volkshochschularchiv, Wien 2000, ISBN 3-902167-01-7 (Materialien zur Geschichte der Volkshochschulen 4).

Einzelnachweise

  1. Hörspuren Kurzbiographie zu Kurt Rosenkranz
  2. Herbert Exenberger: 16. Mai 1938 – „Ausschulung“ jüdischer Kinder aus Wiener Pflichtschulen. In: DÖW Mitteilungen 187, Juli 2008, S. 7f. (Online; PDF; 130 kB)
  3. erinnern.at Video mit Kurt Rosenkranz zur Schule 1938, Maria Ecker in Wien, Juli 2008.
  4. adulteducation.at Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung

Weblinks

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Kurt Rosenkranz aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.