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Kurt Koffka

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Kurt Koffka (geb. 18. März 1886 in Berlin; gest. 22. November 1941 in Northampton, Massachusetts) war ein deutscher Psychologe. Er zählt mit Max Wertheimer und Wolfgang Köhler zu den Begründern der Gestaltpsychologie bzw. der Gestalttheorie.

Leben

Im Jahre 1909 heiratete er Mira Klein, die Enkelin der Frauenrechtlerin Hedwig Dohm, Tochter des Bildhauers Max Klein und dessen Ehefrau Eva, geb. Dohm. Sie war die Stieftochter Georg Bondis und eine große Verehrerin Stefan Georges, den sie im Hause ihres Stiefvaters kennenlernte.

Von 1911 bis 1927 unterrichtete er an der Universität Gießen. In dieser Zeit erschien sein Buch „Die Grundlagen der psychischen Entwicklung“ (1921), in dem er eine Entwicklungspsychologie des Kindes auf gestalttheoretischer Grundlage vorstellte. Die drei Jahre später erschienene englische Übersetzung dieses Buchs – „Growth of the Mind: An Introduction to Child Psychology“ (1924) – trug maßgeblich zum Bekanntwerden der Gestaltpsychologie in den USA bei. 1922 stellte Koffka die Gestalttheorie in einem Artikel des „Psychological Bulletin“ in den USA vor. Von 1927 an unterrichtete er in den USA am Smith College. Als sein Hauptwerk gilt die systematische Darstellung der Gestalttheorie in seinem zum Klassiker gewordenen Buch „Principles of Gestalt Psychology“ (1935).

Koffka promovierte 1909 über Tonpsychologie bei Carl Stumpf an der Universität von Berlin.

Ausgewählte Schriften

  • 1909: Experimental-Untersuchungen zur Lehre vom Rhythmus. Zeitschrift für Psychologie, 52, 1-109.
  • 1921: Die Grundlagen der psychischen Entwicklung. Osterwieck a. Harz: A. W. Zickfeldt.
  • 1922: Perception: An introduction to the Gestalt-theorie. Psychological Bulletin, 19, 531-585.
  • 1924: The Growth of the Mind. [Englische Übersetzung der „Grundlagen der psychischen Entwicklung“]
  • 1935: Principles of Gestalt Psychology. (Die ersten drei Kapitel dieses Hauptwerks von Kurt Koffka sind inzwischen in deutscher Übersetzung in der Zeitschrift Gestalt Theory erschienen – siehe [1])

Literatur

  • Molly Harrower (1983): Kurt Koffka – An Unwitting Self-Portrait. Gainesville: University Presses of Florida. (Seine Schülerin Molly Harrower veröffentlichte diese auf ihren jahrelangen Briefwechsel mit Koffka gestützte Biographie, in der sich auch seine fragmentarisch gebliebene Einführung in die Psychologie für Neurologen findet).
  • Jacqueline L. Cunningham & Wolfgang G. Bringmann (2001): Kurt Koffka and Clinical Neuropsychology. In: Rudolf Miller (Hrsg., 2001), Psychologie zwischen Theorie und Praxis. Festschrift zum 60. Geburtstag von Prof. Helmut Lück, München-Wien: Profil Verlag, 183-200.

Einzelnachweis

  • Lothar Helbing, Claus Victor Bock (Hrsg.): Stefan George - Dokumente seiner Wirkung - aus dem Friedrich Gundolf Archichiv der Universität London, Castrum Peregrini, Amsterdam MCMLXXIV, S. 158 f.

Weblinks


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