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Kurt-Peter Müller

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Kurt-Peter Müller (* 10. März 1894 in Offenburg, Baden; † 11. Februar 1993) war ein SS-Brigadeführer der Waffen-SS.

Leben

Müller stammte aus Baden-Württemberg und promovierte zum Dr.med., ehe er am Ersten Weltkrieg teilnahm. Er wurde u.a. als Feldarzt in einem türkischem Lazarett während der Schlacht um Gallipoli eingesetzt. Nach dem Krieg war er Mitglied eines Freikorps. Es folgte später der Eintritt in die NSDAP (Mitglieds-Nr. 3.592.299) und die SS (Mitglieds-Nr. 278.038)[1]. Müller konnte danach im Sanitätswesen der SS aufsteigen. So wurde er 1939 Leiter der Medizinische Akademie der SS in Berlin[2]; 1940 wurde er zum SS-Obersturmbannführer befördert. Zudem war er im Zeitraum des Frankreichfeldzugs in der Sanitätsabteilung der SS-Verfügungsdivision tätig. Nach der Umverlegung der Medizinischen Akademie nach Graz war Müller auch dort weiter als Leiter aktiv. In seiner Dienstzeit kam es dort auch zu Übungsoperationen an KZ-Häftlingen, die diese in vielen Fällen nicht überlebten[3]. Im Mai 1942 wurde Müller schließlich zum SS-Standartenführer befördert und als Truppenarzt zur SS-Sanitäts-Abteilung 7 der 7. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division „Prinz Eugen“ versetzt. Diese Einheit, die überwiegend aus sog. Volksdeutschen bestand, wurde bis zum Kriegsende aktiv bei Aktionen gegen Partisanen verwendet. Solche Einsätze waren in der Regel mit zahlreichen Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung verbunden, an denen sich auch Müller aktiv schuldig gemacht haben soll. Noch im Februar 1945 wurde er zum SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS befördert und wurde Truppenarzt des V. SS-Freiwilligen-Gebirgskorps. Nach der Schlacht um die Seelower Höhen und die Einkesselung des Korps im Kessel von Halbe geriet Müller bei Kriegsende in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Diese verbrachte er überwiegend im Kriegsgefangenenlager 5110/48 Woikowo; im Oktober 1955 wurde er entlassen.

Zu einer Anklage aufgrund seiner Tätigkeit als SS-Arzt oder aufgrund seines Einsatzes auf dem Balkan kam es nicht. Müller starb 1993.

Auszeichnungen

Literatur

  • Bundesarchiv (Hg.): Die Okkupationspolitik des deutschen Faschismus in Jugoslawien, Griechenland, Albanien, Italien und Ungarn (1941–1945). Europa unterm Hakenkreuz. Die Okkupationspolitik des deutschen Faschismus (1938–1945). Band 6. Hüthig Verlag, Berlin 1992, ISBN 3-8226-1892-6.

Einzelnachweise

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Kurt-Peter Müller aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.