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Kumihimo

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Kumihimo

Kumihimo (jap. 組(み)紐, dt. „Flechtschnur“) ist eine traditionelle japanische Flecht-Technik, bei der man mit aufgespulten Garnsträngen Bänder und Kordeln fertigt. Durch das wiederholte Übereinanderlegen der Garnstränge in einer bestimmten Reihenfolge ergibt sich ein Muster. Die Art des Musters hängt vor allem von der Bewegungsabfolge, der Farb- und Materialwahl sowie der Verteilung der einzelnen Farben ab. Die Zahl der verwendeten Garnstränge kann von 4 bis über 170 Strängen variieren, je nach Muster und Flechtstuhl. Als Garn kam früher Seide, heute auch Baumwolle oder Kunstfaser zum Einsatz. Traditionell wird die Technik auf einem Flechthocker oder Flechtstuhl ausgeführt. Dabei kommen zum Einsatz: der Marudai (丸台, dt. „Rundgestell“), Kakudai (角台, dt. „Rechteckgestell“), Ayatakedai (綾竹台), Takadai (高台, dt. „Hochgestell“, auch Kōdai gelesen), Naikidai (内記台).[1]

Eine vereinfachte Art des Flechtens wird mit Kunststoffscheiben ausgeführt, in welche die Fäden eingeklemmt werden. Die Muster werden entweder mit Zahlen angegeben, wenn die Kerben der Scheiben nummeriert sind oder es werden Auflageschablonen benutzt. Die Anzahl der verwendeten Stränge ist durch die Anzahl der Kerben (etwa 32) begrenzt.

Literatur

  • Gabriela Markova: Japanische Flechtkunst (Splétání technikou Kumihimo). Nachbearbeitet von Miriam Schwarz, CP Press (Brno) & Desicon H. J. Schwarz (Eigenverlag), ISBN 3772434851
  • Roswitha Schwarz; Kumihimo - (Breite Bänder: Japanische Flechtkunst), Frech Verlag, 2007 ISBN 3772435912

Einzelnachweise

  1. 伊賀くみひも 組台の紹介. In: Kumi no Sato (組匠の里). 三重県組紐協同組合 (dt. „Kumihimo-Genossenschaft der Präfektur Mie“), abgerufen am 2. Januar 2010 (日本語).
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