Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzy­klo­pädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

How to read Jewiki in your desired language · Comment lire Jewiki dans votre langue préférée · Cómo leer Jewiki en su idioma preferido · בשפה הרצויה Jewiki כיצד לקרוא · Как читать Jewiki на предпочитаемом вами языке · كيف تقرأ Jewiki باللغة التي تريدها · Como ler o Jewiki na sua língua preferida

Kredenz

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschreibt einen Tisch zur Bereithaltung der Gefäße in der katholischen Liturgie. Zur Anrichte siehe den dortigen Artikel.
eucharistische Gaben, Meßbuch und Kelch zu Beginn der Heiligen Messe auf der Kredenz
Kredenz mit goldener Mosaikarbeit im Chorraum der Kirche Mater Dolorosa (Berlin-Lankwitz)

In der katholischen Liturgie ist die Kredenz (auch Gabentisch oder Kredenztisch) ein oft mit einem weißen Leinentuch bedeckter Tisch, der zur Bereithaltung der liturgischen Geräte dient, die in der Liturgie und insbesondere für die Eucharistiefeier verwendet werden. Meist sind dies der Kelch mit Patene, Korporale und Kelchvelum, die Messkännchen für Wasser und Messwein, das Lavabotablett mit dem Lavabotuch. Auch die Purifikation der liturgischen Gefäße kann an der Kredenz stattfinden.

Das Lektionar und andere liturgische Bücher werden vor und nach den Lesungen und Gebeten ebenfalls häufig auf dem Kredenztisch abgelegt.

Die Kredenz wird in der Regel vor dem Gottesdienst vorbereitet und während der Messfeier von den Ministranten betreut.

In der italienischen Renaissance war die Kredenz zunächst eine neben dem Esstisch stehende Anrichte. In Österreich (aber auch Tschechien, Slowenien, Kroatien et cetera) ist eine Kredenz ein Möbelstück mit Ablagefläche und Kästchen, das ebenfalls als Anrichte verwendet wird.

Etymologie

Das Wort leitet sich vom lateinisch credere „glauben, vertrauen“ beziehungsweise italienisch credenza „Glaube, Vertrauen“ ab. In Zeiten, in denen Könige noch Vorkoster benötigten, um Giftattentaten zuvorzukommen, wurden die Speisen vom Vorkoster beglaubigt und für unbedenklich befunden. Die kredenzten Gaben konnten demnach unbeschwert verzehrt werden.

Elisabeth von Aragón brachte als Teil ihrer Aussteuer eine Kredenz mit - ein mit Haifischzähnen besetztes Gefäß, durch das man vergiftete Speisen angeblich erkennen konnte.[1]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Sigrid-Maria Größing: Um Krone und Liebe, Amalthea Verlag

Weblinks

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Kredenz aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.