Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

Kattun

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Kattun (Begriffsklärung) aufgeführt.

Kattun (von arabisch ‏قطن‎, DMG quṭn ‚Baumwolle‘) ist ein glattes und ziemlich dichtes Baumwoll-Gewebe in Leinwandbindung. Der einfarbige oder bedruckte Stoff kann auch aus Chemiefaser-Garnen hergestellt sein.[1]

Arten

Weißer Kattun, zum Bedrucken bestimmt, bildet den Rohkattun, dazu gehören auch Kammertuch und Schirting. Einfarbige, gestreifte und geglättete Kattune heißen Sarsenets und Futterleinwand. Bedruckte Kattune (in England meist Kalikos, in Frankreich Indiennes genannt) bildeten einen der wichtigsten Artikel der Web- und Druckindustrie in England, Deutschland, Frankreich und der Schweiz ab Ende des 17. Jahrhunderts. Sie kamen ursprünglich als Handarbeit aus Indien nach Europa. Später ist die Maschinenproduktion in Europa zu solcher Entwicklung gelangt, dass europäischer Kattun in Indien die dortige Handarbeit verdrängt hat.

Feinere Sorten des Kattuns nennt man auch Zitz, die gröberen wurden als einfarbiger Futterkattun (für Innenfutter) vertrieben.[2]

Geschichte

Die ersten Spuren der Verfertigung von Baumwollzeug finden sich nach Herodot bei Völkern in der Gegend des Kaspischen Meers, dann bei den Ägyptern, von denen diese Kunst zu den Indern überging. Diese trieben schon 138 v. Chr. mit gedruckten und gemalten baumwollenen Stoffen Handel nach China. Bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts zeichneten sich die ostindischen Kattune vor andern durch Lebhaftigkeit und Festigkeit der Farben aus, Vorzüge, welche die Inder durch sorgfältige Zubereitung der Farben und Vorbereitung des Kattuns zur Annahme der Farbe bewirkten.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Kattun. stofflexikon.com, abgerufen am 17. November 2014.
  2. Kattun. In: Heinrich August Pierer, Julius Löbe (Hrsg.): Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit. 4. Auflage. Bd. 9, Altenburg 1860, S. 383–386 (Online bei zeno.org).


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Kattun aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.