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Kattegat

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Kattegat
Blick über das Kattegat in Richtung Osten von Seeland aus gesehen
Blick über das Kattegat in Richtung Osten von Seeland aus gesehen
Verbindet Gewässer Skagerrak
mit Gewässer Ostsee
Trennt Landmasse Skandinavien
von Landmasse Jütland
Daten

Geographische Lage

56° 55′ 42″ N, 11° 25′ 41″ O56.92833333333311.428055555556Koordinaten: 56° 55′ 42″ N, 11° 25′ 41″ O
Kattegat (Dänemark)
Kattegat
Küstenorte Göteborg, Aarhus
Inseln Seeland, Fünen
Karte des Kattegats
Karte des Kattegats

Das Kattegat, schwedisch Kattegatt (niederländisch: „Katzenloch“, dänische Aussprache [ˈkadəgad]) ist das 22.000 km² große und durchschnittlich rund 80 Meter tiefe, äußerst schwierig zu befahrende Meeresgebiet zwischen Jütland (Dänemark) und der schwedischen Westküste. Bei Skagen grenzt es an das Skagerrak. Das Kattegat wird entweder als ein Arm der Ostsee, ein Arm der Nordsee oder, nach traditioneller skandinavischer Auffassung, als keines der beiden gesehen.

Geografie

Die Verbindung zur offenen Nordsee erfolgt über das Skagerrak und seit 1825 über den Limfjord. Allerdings ist die letztere Verbindung nur mit kleinen Schiffen befahrbar. Hochseeschiffe erreichen das Kattegat durch Umschiffung der Nordspitze Jütlands, Skagen. Die Ostsee ist durch den Öresund, den Großen Belt und den Kleinen Belt mit dem Kattegat verbunden.

Flussmündungen

Mehrere größere Flüsse münden in das Kattegat:

Inseln

Zu den Inseln im Kattegat gehören (Auswahl, nach Region):

Nördlicher Göteborger Schärengarten Südlicher Göteborger Schärengarten Halland und Schonen Äußeres Kattegat Inneres Kattegat

Læsø und Anholt bilden den so genannten dänischen Wüstengürtel aufgrund des trockenen Sommerklimas, das Teiche bis auf den Grund austrocknen lässt.

Untiefen

Im Kattegat gibt es mehrere Untiefen:

  • zu Dänemark (in der Umgebung der Insel Hesselø)[1]: Lysegrund[2], Lille Lysegrund, Schultz Grund oder Schult's Grund[3], Briseis Flak und Hastens Grund[4].
  • zu Schweden: Fladen grund[5], Lilla Middelgrund[6], Stora Middelgrund[7], und Herthas Flak.

Ökologie

Ökologisch ist das Kattegat ein Übergangsgebiet zwischen der salzärmeren Ostsee und dem atlantisch geprägten Skagerrak. Südlich von Læsø überwiegen flachere Gebiete bis maximal 60 Meter Wassertiefe; im Norden fällt die Norwegische Rinne steil bis auf über 600 Meter ab. Der Fischreichtum ist groß, es kommen auch Europäische Hummer sowie der Norwegische Hummer oder Jungfrauen-Hummer (Nephrops norvegicus) vor. Mit der artenreichen Lebenswelt des Kattegats beschäftigen sich auch lokale Museen und Aquarien, so z. B. das Kattegat-Center in Grenaa.

Namensherkunft

Der Name Kattegat leitet sich aus den niederländischen und plattdeutschen Wörtern Katt = Katze und Gatt = Loch ab. In der Seefahrt der Hansezeit und auch später war das Kattegat aufgrund seiner vielen Untiefen und schmalen Fahrwässer gefürchtet. So kamen die Kapitäne zu dem Spruch, das Kattegat sei so eng wie ein Katzenloch. Zahlreiche Wracks künden von den früheren Schwierigkeiten der Seefahrt im Kattegat.

Ein früherer Name des Gewässers war das Jütlandmeer (altnordisch: Jótlandshaf).

Verkehr im Kattegat

Heute ist insbesondere das östliche Kattegat ein stark befahrenes Seegebiet, durch das ein erheblicher Teil des Verkehrs von und nach Göteborg, Kopenhagen sowie den Ostseehäfen läuft. Mehrere wichtige Fährlinien kreuzen oder durchfahren das Kattegat, so die Linien Frederikshavn–Göteborg, Frederikshavn–Oslo, Frederikshavn–Larvik, Frederikshavn–Moss, Kiel–Oslo, Kiel–Göteborg.

Wirtschaft

Im Kattegat wird Offshore-Windenergie gewonnen. Zum Beispiel verfügt der Offshore-Windpark Anholt mit 111 Windkraftanlagen des Typs Siemens SWT-3.6-120 über eine Gesamtnennleistung von 400 MW. Er war damit zur offiziellen Inbetriebnahme am 4. September 2013[8] der leistungsstärkste Offshore-Windpark in Dänemark.

Weblinks

 Commons: Kattegat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. National Geospatial Intelligence Agency: Pub. (Enroute) Sailing Directions, Skagerrak and Kattegat, 2008, 11th edition
  2. Miljøministeriet: Lysegrund
  3. Miljøministeriet: Schultz Grund
  4. Miljøministeriet: Hastens Grund
  5. Natura 2000: Fladen (PDF; 946 kB)
  6. Natura 2000: Lilla Middelgrund (PDF; 316 kB)
  7. Komplettering av marina utsjöområden i Natura 2000-nätverket Sveriges geologiska undersökning
  8. Siemens: Grösstes Offshore-Windkraftwerk Dänemarks eingeweiht. In: http://www.ee-news.ch, abgerufen am 5. September 2013


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