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Daniel Küblböck

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Daniel Küblböck (2016)

Daniel Dominik Kaiser-Küblböck[1] (* 27. August 1985 in Hutthurm als Daniel Dominik Küblböck; verschollen seit dem 9. September 2018 in der Labradorsee – etwa 185 km nördlich von St. John’s, Kanada[2]) ist ein deutscher Sänger, der durch die RTL-Castingshow Deutschland sucht den Superstar (DSDS) bekannt wurde. Seine ersten Titel erschienen unter dem Namen Daniel K.

Leben und Karriere

Deutschland sucht den Superstar

Nach dem Hauptschulabschluss begann Küblböck, der deutsche und italienische Vorfahren hat, im September 2001 eine Ausbildung zum Kinderpfleger an der Berufsfachschule Pfarrkirchen, in deren Rahmen er ein Praktikum in einem Kindergarten in Eggenfelden absolvierte.

Ende 2002/Anfang 2003 nahm er an der Premierenstaffel der RTL-Show Deutschland sucht den Superstar teil. Sein Auftreten bescherte ihm während der Laufzeit der Show schnell das Interesse vieler Zuschauer und der Medien. Besonders die Bild-Zeitung räumte dem „schrägen Vogel“ Küblböck mehr Platz ein als jedem anderen Kandidaten. Auch deswegen wurden ihm nicht selten Gewinnchancen zuerkannt. Er schied schließlich in der vorletzten Sendung aus und belegte den dritten Platz hinter Alexander Klaws und Juliette Schoppmann. Mit der Single You Drive Me Crazy (produziert von Dieter Bohlen) kam Küblböck an die Spitze der CD-Charts in Deutschland und Thailand.

Nach seinem Ausscheiden bei Deutschland sucht den Superstar am 1. März 2003 war Küblböck für mehr als ein Jahr dauerhaft in den deutschen Medien präsent. Es folgten unter anderem ein Gastauftritt in der 200. Folge der Fernsehserie St. Angela und ein Werbespot für eine Molkerei. Im Juni 2003 erschien Küblböcks erstes Album Positive Energie und Ende September 2003 bei Bertelsmann seine Autobiografie Ich lebe meine Töne, die er gemeinsam mit der Journalistin Julia Boenisch verfasst hatte. Das Buch, das er für eine Hörbuchversion auch selbst einsprach, erreichte Platz drei in der Spiegel-Bestsellerliste. 2003 bestritt Küblböck zudem über 20 Konzerte. Insgesamt hatte er über 50 Auftritte, darunter mehrere Unplugged-Konzerte im Dezember 2004 und Februar 2005.

Medienpräsenz 2004/05

Anfang 2004 war Daniel Küblböck erneut in einer regelmäßigen Fernsehshow zu sehen, als er an der ersten Staffel der RTL-Fernsehsendung Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! teilnahm.[3]

Am 24. Februar 2004 verursachte Küblböck, der zu diesem Zeitpunkt noch keinen Führerschein besaß, bei Pfarrkirchen in Niederbayern einen Unfall, bei dem das Auto, in dem er und zwei Bekannte saßen, mit einem Gurkenlaster zusammenstieß. Küblböck überlebte den Unfall schwer verletzt. Mit Urteil vom 23. Juni 2004 wurde er zu einer Geldstrafe von 25.000 Euro sowie zu acht Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Seit September 2004 besitzt er den Führerschein.

Im selben Jahr drehte Küblböck den halbdokumentarischen Film Daniel, der Zauberer, der im August 2004 in die Kinos kam. Der von der Kritik mehrheitlich verrissene Film floppte und markierte den vorläufigen Endpunkt von Küblböcks starker Medienpräsenz. Ein im Vorfeld der Filmpremiere für Oktober 2004 angekündigtes zweites Album wurde verschoben und erschien erst im November 2005. Stattdessen veröffentlichte Küblböck Ende 2004 gemeinsam mit drei anderen DSDS-Teilnehmern unter dem Namen 4 United die Single Don’t Close Your Eyes sowie eine DVD zu seiner Positive-Energie-Tournee 2003.

Im Januar 2005 kam der Comic Super-Dan heraus, in dem Küblböck Abenteuer als Superheld bestehen muss. Die Serie wurde jedoch schon im März 2005 wieder eingestellt, als Gründe wurden rechtliche Probleme genannt.

Vom 4. bis 11. September 2005 wohnte Küblböck im Big-Brother-Dorf. Im Oktober 2005 gelang ihm mit der Single König von Deutschland erneut der Sprung in die deutschen Charts, im November erschien das Album Liebe Nation. Mit diesen Veröffentlichungen schlossen sich Küblböcks Produzenten dem Trend zu Popmusik mit deutschsprachigen Texten an. Den veränderten Stil sollte auch das Motto einer Mini-Promo-Tour im November mit dem Titel Ich hass mich unterstreichen.

Imagewandel ab 2007

Daniel Küblböck, 2011

Im Juni 2007 schaffte Küblböck es mit Born in Bavaria wieder in die deutschen Charts, die Single im Countrystil erreichte Platz 54. Sein erstes Jazzprogramm veröffentlichte er am 14. Juli 2007 als DVD Jazz-Night in Stuttgart und stellte diese auch im Nürnberger Kino Cinecittà als Premiere vor.

Im Jahr 2008 veranstaltete er mit einer Aktion unter dem Motto „Liebe positiv – Bleib negativ“ eine Benefiz-Gala am City-Airport Mannheim zu Gunsten der Deutschen AIDS-Stiftung. Unter dem Motto „Daniel Küblböck & Friends“ moderierte er die Veranstaltung und trat neben Juliette Schoppmann, Claus Eisenmann sowie der Newcomerband „Radio Caroline“ selbst auf. Im September 2008 startete er eine neue Tour „Jazz meets Blues… wenn zwei sich verlieben“. Wie auch schon auf seiner „Back to the Roots“-Tour im Jahr 2007, zu der am 4. Oktober die DVD-Premiere im Cinecittà Nürnberg anstand, war er wieder in ganz Deutschland zu sehen.

Im Jahr 2010 veröffentlichte Küblböck die Single Bodenmais [moachts eich auf] in Zusammenarbeit mit dem gleichnamigen Urlaubsort im Bayrischen Wald sowie sein neues Album Schrebergarten, auf dem er deutschsprachigen Jazz, Rock und Pop präsentiert. Beide Alben wurden von Marco Breitenstein produziert und sind unter seinem Label Küblböck Records erschienen. Am 9. Dezember 2011 trat er mit dem Titel You Drive Me Crazy in der Ultimativen Chartshow auf. Am 8. August 2010 war Küblböck beim Fernsehsender VOX in der Sendereihe Das perfekte Promi-Dinner als einer von vier Gastgebern vertreten. Seine Positive Energie GmbH produzierte die Küblböck Talk Night, die zweimal 2010 und einmal 2011 stattfand und via Internet ausgestrahlt wurde. Im Rahmen der Rheingauer Weinbühne moderierte Küblböck von November 2011 bis März 2014 insgesamt fünfmal die Talkshow Daniels Bistro in der Brentanoscheune in Oestrich-Winkel.

2011 wurde er in Form einer Erwachsenenadoption gemäß § 1767 BGB von der 70-jährigen Immobilien-Millionärin Kerstin Elisabeth Kaiser adoptiert.[1] Am 3. Januar 2013 wurde Küblböcks Bruder tot in seiner Berliner Wohnung aufgefunden. Die Brüder hatten zuvor seit Jahren keinen Kontakt mehr gehabt.[4]

Küblböck lebte auf Mallorca und in Berlin, zuvor hatte er drei Jahre in Nürnberg und anschließend in Wiesbaden gewohnt. Im November 2013 wurde seine Vermarktungsfirma, die Positive Energie GmbH im Handelsregister gelöscht. Musikalisch war Küblböck mittlerweile dem Jazz zugetan, mochte sich aber auf keine Musikrichtung festlegen. Auf seinem 2012 erschienenen Album Diez años Kúblbóck – Ich versteh’ nur Spanisch finden sich neben deutschen Chansons auch spanische Latin-Pop-Songs.

Küblböck gab nach wie vor Konzerte in kleinerem Rahmen. Die dargebotenen Programme bestanden vorwiegend aus eigenen Titeln in englischer, deutscher und spanischer Sprache.

2013 trat er unter dem Namen Daniel Kaiser auf und veröffentlichte die Single Be a Man, die mit einem weiteren Imagewechsel verbunden sein sollte. Mit diesem Titel bewarb er sich für die Teilnahme am Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen. Er wurde jedoch von der Jury des Norddeutschen Rundfunks abgelehnt. Ein weiterer Versuch Küblböcks, per YouTube-Video eine Wildcard für die deutsche Vorauswahlsendung zu erhalten, scheiterte ebenfalls. Dies gab Thomas Schreiber, ARD-Unterhaltungskoordinator und ESC-Verantwortlicher beim NDR, am 25. Januar 2014 beim Treffen des OGAE Germany e. V. in München bekannt.[5]

2015 nahm Küblböck als Kandidat an der achten Staffel der RTL-Show Let’s Dance teil und belegte mit seiner Tanzpartnerin Otlile Mabuse den sechsten Platz.[6] Ab September 2015 machte Küblböck eine Schauspielausbildung am Europäischen Theaterinstitut Berlin (ETI).[7]

2016 trat er in der ARD-Dokusoap Verrückt nach Fluss auf.[8]

Seit 2017 ist „Daniel Kaiser-Küblböck“ sein offizieller Künstlername.[9]

Verschwinden 2018

Out of date clock icon.svg Dieser Abschnitt beschreibt ein aktuelles Ereignis. Die Informationen können sich deshalb rasch ändern.

Seit dem 9. September 2018 wird Küblböck vermisst. Er befand sich während einer privaten Reise von Hamburg nach New York City auf dem Kreuzfahrtschiff AIDAluna vor der Küste Neufundlands.

Nach Angaben des Kreuzfahrtunternehmens Aida Cruises sei gegen fünf Uhr morgens (Ortszeit) ein Passagier über Bord gesprungen. Die Bild zitiert einen mutmaßlichen Augenzeugen, der gesehen haben will, wie Küblböck von Deck 5 gesprungen sei. Die kanadische Küstenwache startete daraufhin eine Suchaktion.[10][11] Das Unternehmen bestätigte in einer Pressemitteilung, dass es sich bei der vermissten Person um Daniel Küblböck handele.[12]

Die Stelle befindet sich etwa 185 km nördlich von St. John’s, Neufundland und Labrador, Kanada. Die Wassertemperatur betrug in dem Seegebiet etwa 10,5 °C. An der Suche beteiligte sich neben der AIDAluna unter anderem das Kreuzfahrtschiff Zuiderdam.[13]

Am 10. September 2018 stellte die kanadische Küstenwache die Suche ein, da die maximale Überlebensdauer im kalten Wasser nur kurz sei.[14]

Auftritte bei DSDS

Mottoshow (Datum) Lied Originalinterpret Platzierung
Mein Superstar (21. Dezember 2002) Another Day in Paradise Phil Collins 2/10 mit 24,7 %
Lovesongs (28. Dezember 2002) Unchained Melody Righteous Brothers 2/9 mit 28,2 %
Hits 2002 (4. Januar 2003) Everytime The Flames 1/7 mit 27,4 %
Musical (11. Januar 2003) Tragedy Bee Gees 2/7 mit 21,1 %
Die 80er (18. Januar 2003) 99 Luftballons Nena 1/6 mit 38,5 %
Big Band (1. Februar 2003) My Way Frank Sinatra 1/5 mit 35,8 %
Disco (8. Februar 2003) Dancing Queen ABBA 3/4 mit 24,4 %
Night Fever Bee Gees
Filmhits (1. März 2003) Pretty Woman Roy Orbison 3/3 mit 27,5 %
Born to Be Wild Steppenwolf

Diskografie

Auszeichnungen

Filmografie

Gastauftritte

Daneben wurden Szenen mit Küblböck in verschiedenen weiteren Filmen eingespielt, u. a. in Der Wixxer (2004).

Fernsehen

Kinofilme

Literatur

Weblinks

 Commons: Daniel Küblböck – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Darum adoptierte ihn die Millionärin. bunte.de, 2. Januar 2013, abgerufen am 6. Januar 2013.
  2. Daniel Küblböck weiter vermisst – „Aidaluna“ setzt Reise fort, Der Tagesspiegel vom 9. September 2018 (abgerufen am 9. September 2018)
  3. Rainer Braun: Skandalisierung als Masche bei deutschlandfunkkultur.de. Abgerufen am 23. Juni 2017.
  4. stj: „Ich bin traurig“: Drogenprobleme: Daniel Küblböcks Bruder gestorben. Focus, 4. Januar 2013
  5. Doppeljubiläum mit Überraschungsgast – Eurovision Song Contest 2017 eurovision.de
  6. Let’s Dance Kandidaten 2015 (Memento vom 2. Juni 2015 im Internet Archive) bei RTL.de
  7. Komplett neuer Beruf., bunte.de, 22. August 2015
  8. 13 Jahre nach DSDS: Die nächste Karriere des Daniel Küblböck (Bericht auf tagesspiegel.de)
  9. Daniel Küblböck – Schon wieder ein neuer Look bei bunte.de. Abgerufen am 23. Juni 2017.
  10. Daniel Küblböck auf Kreuzfahrtschiff vermisst. Der Spiegel, 9. September 2018, abgerufen am 9. September 2018.
  11. AIDAluna: Daniel Küblböck wird auf Kreuzfahrtschiff vermisst. In: Hamburger Abendblatt, 9. September 2018, abgerufen am 9. September 2018.
  12. Pressemitteilung der von AIDA Cruises zum Verschwinden von Daniel Küblböck, AIDA Cruises, 9. September 2018.
  13. Daniel Küblböck bei Kreuzfahrt vermisst: Sprung über Bord? In: Augsburger Allgemeine. 9. September 2018, abgerufen am 9. September 2018.
  14. Küstenwache stellt Suche nach Küblböck ein, faz.net, 10. September 2018, abgerufen am 10. September 2018.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Daniel Küblböck aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.