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Joseph Serchuk

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Joseph Serchuk (auch Yozhik Serchuk; geb. 1919; gest. 6. November 1993 in Tel Aviv) war der Kommandant der jüdischen Partisanen-Einheit im Bereich Lublin in Polen, während des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Krieg sagte er bei den Nürnberger Prozessen aus und erhielt eine besondere Anerkennung aus dem Staat Israel.

Biographie

Nachdem seine Eltern und andere Familienmitglieder 1941 im Ghetto getötet worden waren, wurden Joseph und sein Bruder David ergriffen und kamen nach Sobibor. Nach einem Tag im Lager floh er mit seinem Bruder und anderen und bildete den Kern der Partisanengruppe. Während des Krieges agierte die Gruppe, von aus den Ghettos entkommenen Juden geführt, in der Nähe von Sobibor. Mitglied der Gruppe war auch der Schriftsteller Dov Freiberg.

Nach dem Krieg half Serchuk bei der Suche nach geflohenen Nazi-Kriegsverbrechern in Europa und diente als Zeuge in den Nürnberger Prozessen. Danach kehrte er nach Polen zurück um nach Israel zu emigrieren, wurde dort aber zunächst abgelehnt. Im Jahr 1950 erhielt er einen Pass und ging nach Israel. Gleich bei der Ankunft in Israel wurde er als Soldat in die Armee eingezogen. Nach der Dienstzeit heiratete er und ließ sich in Yad Eliyahu bei Tel Aviv nieder.

Im Laufe der Jahre ging Serchuk mehrmals zurück nach Europa, um gegen Nazi-Kriegsverbrecher auszusagen. Im Prozess gegen Oberscharführer Hugo Raschendorfer war er der einzige Zeuge der Anklage. Raschendorfer wurde verurteilt und zu lebenslanger Haft verurteilt. Serchuk erhielt eine besondere Auszeichnung von Nazi Crimes Investigation Department der Israel Police. Im Jahr 1967 übergab ihm Levi Eshkol, der damalige Ministerpräsident Israels die Medaille Fighters against Nazis. Im Jahr 1968 erhielt er zusätzlich die Fighters Medal.

Serchuk starb 1993 in Tel Aviv im Alter von 74. Er hinterließ seine Ehefrau, neun Kinder und mehr als hundert Enkel und Urenkel.

Siehe auch

  • Dov Freiberg: To Survive Sobibor. Jerusalem and New York. Gefen Publishing 2007. ISBN 978-965-229-388-6
  • Dov Freiberg,A Journey To The Past With Dekel Shibolim, Ramla, 1993.
  • Dov Freiberg, A Man as Any Other, Ramla, 1996.

Weblinks



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