Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Joseph Schwarz (Opernsänger)

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Joseph Schwarz (geb. 10. Oktober 1880 in Riga; gest. 10. November 1926 in Berlin) war ein Opernsänger (Bariton).

Leben

Joseph Schwarz war eines von zehn Kindern jüdischer Eltern und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Er erlernte das Schneiderhandwerk. Nachdem seine Stimme entdeckt wurde, durfte er dank reicher Gönner bei Adolf Robinson in Brünn studieren.

Er debütierte 1900 in Linz, tourte darauf mit großem Erfolg durch Europa und kehrte in seine Heimatstadt Riga zurück. Nach einem Gastspiel an der Wiener Volksoper wurde er 1909 ständiges Ensemblemitglied der Wiener Hofoper, wo er auch als Partner von Enrico Caruso phänomenale Erfolge feierte. Nach einem Gastspiel in Berlin wechselte er 1915 an die dortige Oper. 1921 trat er auch in den Vereinigten Staaten von Amerika auf. Joseph Schwarz wurde nicht nur wegen seiner schönen Stimme, sondern auch wegen seines herausragenden schauspielerischen Talentes zu einem Liebling des Publikums.

Auf Grund von Alkoholproblemen verschlechterte sich ab 1925 seine Stimme. 1926 verstarb Joseph Schwarz in Berlin an einem Nierenleiden. Sein Mausoleum mit der Aufschrift „Herr, du bist meine Zuflucht für und für“ befindet sich auf dem Jüdischen Friedhof Weissensee in Berlin. Es bot während der Nazityrannei verfolgten Juden in Berlin Zuflucht.

Er ruht auf dem Jüdischen Friedhof Weißensee.

Literatur

  • Joseph Walk (Hrsg.): Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918–1945. Hrsg. vom Leo Baeck Institute, Jerusalem. Saur, München 1988, ISBN 3-598-10477-4.


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Joseph Schwarz (Opernsänger) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.