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Joseph Rabinowitz

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Joseph Rabinowitz

Joseph Rabinowitz, auch Rabinovich (geb. 23. September 1837 in Rezina am Dnister, Bessarabien, Russisches Kaiserreich; gest. 17. Mai 1899 in Odessa)[1] war russisch-jüdischer Rechtsanwalt, der bekannteste messianische Jude des 19. Jahrhunderts und Gründer der südrussischen Christentumsbewegung.

Leben

Joseph Rabinowitz lebte in Kischinev in Südwestrussland (Bessarabien), der heutigen Hauptstadt der Republik Moldau. Er reiste 1882 nach Jerusalem, um dort eine jüdische Kolonie zu gründen, fand seine Bekehrung auf dem Ölberg. Er gründete im Jahr 1884 in Kischinev unter dem Eindruck der dortigen Pogrome eine Gemeinschaft von „Israeliten des Neuen Bundes“, lehnte aber die Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche ab, sondern betonte die Eigenständigkeit der Judenchristen als unabhängig von der christlichen Kirche. Allerdings erkannte er Jesus als den versprochenen Messias des Volkes Israels an.

Einzelnachweise

  1. Alle Personendaten lt. BBKL-Eintrag.

Werke

  • Schilderungen aus Russland. In: Jahrbuch für die Geschichte der Juden und des Judenthums, Institut zur Förderung der israelitischen Literatur (Hrsg.), Leipzig 1860-1869
  • Zwei Predigten in dem Gotteshause Bethlehem in Kischinew gehalten. Verlag Dörffling & Franke, Leipzig 1885
  • Franz Delitzsch (Hrsg.): Dokumente der südrussischen Christentumsbewegung. Selbstbiographie und Predigten von Joseph Rabinowitsch, Leipzig 1887

Literatur

  • I. Fauerholdt: Joseph Rabinowitsch. Eine prophetische Gestalt aus dem neueren Judentum, in: Kleine Schriften zur Judenmission, Band 8, Leipzig 1914
  • Kai Kjaer-Hansen: Josef Rabinowitsch og den messianske bevægelse. Forlaget Okay-Bog, Århus 1988. - Englische Übersetzung: Joseph Rabinowitz and the messianic movement. The Herzl of Jewish Christianity, Handsel Press [u.a.], Edinburgh 1995, ISBN 1-871828-37-6 und ISBN 0-8028-0859-X

Weblinks


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