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Joseph Ortiz

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Joseph Joey Ortiz (geb. 4. April 1917 in Guyot-Ville, Algerien; gest. 15. Februar 1995 in Toulon, Frankreich) gehörte zu den Aufrührern der journée des barricades (dt. Tag der Barrikaden) am 24. Januar 1960 in Algerien, und ist Gründer der Untergrundbewegung „Front national français“ (F.N.F.). Später war er ein wichtiges Mitglied der Organisation de l’armée secrète (OAS).

Leben

Joseph Ortiz, ein Wirt aus Algier und Anhänger des Poujadismus, engagierte sich in rechtsextremen Kreisen in Algerien und schloss sich bald als Partisan der Algérie française an. Ihm wird die Planung und Durchführung des Attentats am 16. Januar 1957 gegen den algerischen General Raoul Salan, Kommandant der 10. Militärregion und der Armeen in Algier, vorgeworfen. Außerdem war er in den Aufstand am 13. Mai 1958 in Algier verwickelt.

Ende 1959 gründete Ortiz den „Front national français“ und plante u. a. zusammen mit dem Abgeordneten Pierre Lagaillarde, Jean-Baptiste Biaggi und dem Studenten und Gewerkschafter Jean-Jacques Susini den Aufstand an der journée des barricades am 24. Januar 1960, die aus dem französisch-algerischen einen französisch-französischen Konflikt werden ließ.

Ortiz flüchtete daraufhin nach Spanien, wo in Madrid aus den verschiedenen Untergrundorganisationen unter der Leitung von Pierre Lagaillarde die „Organisation de l’armée secrète“ gebildet wurde. Als leitendes Mitglied der OAS in Frankreich wurde er im Jahre 1961 in Abwesenheit zum Tode verurteilt und lebte im Untergrund.

1968 wurde Ortiz zusammen mit anderen Leitern der OAS von Charles de Gaulle begnadigt und ließ sich daraufhin im Département Var nieder, wo er am 15. Februar 1995 starb.


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