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Joseph Norden

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Joseph Norden (geboren am 17. Juni 1870 in Hamburg; gestorben am 7. Februar 1943 in Theresienstadt) war ein deutscher Rabbiner und Vertreter des liberalen Judentums.

Biografie

Nach dem 1890 abgelegten Abitur am Hamburger Johanneum studierte Norden an der Universität Berlin Philosophie und belegte Kurse beim orthodoxen Rabbinerseminar. Norden promovierte 1895 an der Universität Halle zum Dr. phil. über Henry Home und bestand ein Jahr später das Rabbinatsexamen.

Ab 1897 war er Rabbiner in Neustettin und ab 1899 in Myslowitz (Oberschlesien). 1907 trat er die Stelle als Gemeinderabbiner der jüdischen Gemeinde in Elberfeld an, die er bis 1935 innehatte. Danach ging er wieder zurück in seine Heimatstadt Hamburg, um dort seinen Ruhestand zu verbringen. Norden wurde nach den November-Pogromen 1938 in Hamburg für die Tempel-Reform-Bewegung aktiv, um den zuvor geflüchteten Rabbiner Bruno Italiener zu ersetzen.

Mitte Juli 1942 wurde Norden nach Theresienstadt deportiert, wo er 1943 umkam.

Mit seiner Frau Emilie, geb. Meseritz, hatte er fünf Kinder, darunter Albert Norden, einen kommunistischen Politiker, Journalisten und Mitglied des Staatsrats der DDR.

Werke

  • Die Grundlagen und Ziele des religiös-liberalen Judentums, 1918
  • "Auge um Auge - Zahn um Zahn". Eine vielumstrittene Bibelstelle, Berlin 1926

Literatur

  • Ulrike Schrader, Tora und Textilien. Zur Geschichte der Juden im Wuppertal, Wuppertal 2007, S. 87-90

Weblinks


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