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Josefine Lindorfer

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Josefine Lindorfer geb. Murhammer (2. Dezember 1899 in Hallein18. November 1942 im KZ Auschwitz) war eine österreichische Arbeiterin, der Widerstand gegen den Nationalsozialismus vorgeworfen wurde.

Leben

Josefine Lindorfer heiratete im Jahre 1936 den Schlosser Johann Lindorfer, der aus dem Mühlviertel stammte. Das Ehepaar wohnte in Neualm 327, dem heutigen Ausfergenufer. Ebenso wie die Widerstandskämpferin Agnes Primocic arbeitete sie in der Halleiner Zigarrenfabrik. 1942 wurde sie aufgrund einer Groschenspende an die Rote Hilfe Österreichs denunziert und gemeinsam mit sechs Frauen einer kommunistischen Widerstandsgruppe aus Salzburg verhaftet. Ihr wurde antinationalsozialistische Tätigkeit vorgeworfen und sie wurde ohne Verfahren direkt ins KZ Auschwitz deportiert. Josefine Lindorfer kam dort am 18. November 1942 ums Leben. Als offizielle Todesursache wurde eine Lungenentzündung angegeben.[1] Der Historiker Gert Kerschbaumer schreibt auf der Website Stolpersteine Salzburg: „Die Kommunistin Josefine Lindorfer aus Hallein wurde [...] vom Polizeigefängnis in Salzburg nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.“[2]

Gedenken

Datei:Stolperstein für Josefine Lindorfer.JPG
Stolperstein für Josefine Lindorfer

In der Altstadt von Hallein ist ein Platz nach der Widerstands­kämpferin benannt, der Josefine-Lindorfer-Platz. Er befindet sich zwischen dem Pfleger- und dem Schifferplatz.[3]

Am 15. Juli 2015 verlegte der Kölner Künstler Gunter Demnig vor dem Haus Am Ausfergenufer 4 in Hallein, dem letzten frei gewählten Wohnort Lindorfers, einen Stolperstein zu ihrem Gedenken. Er trägt folgende Inschrift:

HIER WOHNTE
JOSEFINE
LINDORFER
JG. 1899
IM WIDERSTAND
VERHAFTET APRIL 1942
AUSCHWITZ
ERMORDET 18.11.1942

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Stolpersteine Hallein: Opfer des politischen Widerstands: Josefine Lindorfer, abgerufen am 15. April 2016
  2. Stolpersteine Salzburg: Marianne Innerberger, abgerufen am 24. April 2016
  3. Penninger, Ernst: Die Straßennamen der Stadt Hallein, Sonderdruck aus: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Band 110, Salzburg 1970


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