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Josef Burg (Politiker)

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Josef Burg
Josef Burg (1951)

Josef Burg (hebr. ‏יוסף שלמה בורג‎ Josef Schlomo Burg; geb. 31. Januar 1909 in Dresden; gest. 15. Oktober 1999 in Jerusalem) war ein israelischer Politiker und Rabbiner.

Leben

Burg wurde in Dresden geboren und besuchte von 1928 bis 1931 das Rabbiner-Seminar der Israelitischen Synagogen-Gemeinde Adass Jisroel in Berlin und die Universität Berlin. 1933 erhielt er ein Doktorat in Philosophie an der Universität Leipzig. Er setzte sein Studium am Rabbiner-Seminar in Berlin fort und wurde 1938 Rabbiner. 1939 emigrierte er nach Palästina und erhielt ein Forschungsstipendium der Hebräischen Universität Jerusalem.[1]

Josef Burg heiratete im Jahr 1949 Riva Slonim und gemeinsam haben sie drei Kinder: zwei Töchter und einen Sohn Avraham Burg. Bei seinem letzten Besuch in der Knesset war er bei der Einschwörung seines Sohnes als Sprecher der 15. Knesset anwesend.[2]

Politischer Werdegang

In Israel trat Burg der HaPo’el haMisrachi bei, einer gemäßigt-links religiös-zionistischen Partei. Neben drei anderen religiösen Parteien konnte die Hapoel HaMisrachi auf einer gemeinsamen Liste (Vereinigte Religiöse Front) bei den ersten Knesset-Wahlen 1949 gewählt werden. Die Liste gewann 16 Sitze und Burg bekam einen Sitz in der Knesset und wurde deren Vizesprecher. In dem von David Ben-Gurion gebildeten Kabinett wurde Burg Landwirtschaftsminister und Minister für Rationierung und Versorgung.[3] Nach dem Bruch der Regierungskoalition wurde Burg bei der neuen Koalitionsregierung nicht berücksichtigt.

Bei den Wahlen 1951 trat die Partei HaPo’el haMisrachi alleine an und gewann acht Sitze. Burg blieb in der Knesset und wurde Gesundheitsminister der dritten Regierung.[4] Während der weiteren Legislaturperiode der zweiten Knesset war Burg als Postminister in der vierten,[5] fünften[6] und sechsten Regierung.[7]

Nach den dritten Parlamentswahlen am 26. Juli 1955 wurde Burg wieder in die Knesset gewählt und bei den Koalitionsverhandlungen wieder Postminister im siebten[8] und achten[9] Kabinett. Das Amt des Postministers behielt er bis zum 1. Juli 1958.

Im Juni 1956 fusionierte die Hapoel HaMisrachi mit ihrem ideologischen Zwilling, der Misrachi-Partei zur Nationalreligiösen Partei (NRP). Deren Vorsitzender wurde er im Jahr 1970, als Nachfolger von Chaim-Mosche Schapira, und behielt dieses Amt bis zum Jahr 1986.[10] In diesem Jahr trat er von all seinen Ämtern zurück.[2]

Josef Burg wurde bis zu den Wahlen 1984 (11. Knesset) wieder gewählt. Er übernahm das Amt des Wohlfahrtsminister in der 9.,[11] 10.,[12] 11.,[13] 12.,[14] 13.,[15] 14.[16] und 15. Regierung.[17] In der 15. Regierung übernahm er am 1. September 1970 das Innenministerium vom kürzlich verstorbenen Chaim-Mosche Schapira und gab dafür das Wohlfahrtsministerium an Ja’akov-Micha’el Chasani ab.[17] Das Innenministerium leitete er während der 16.,[18] 17.,[19] 18.,[20] 19.[21] und 20. Regierung.[22] Während der 17. Regierung übernahm er am 29. Juli 1975 bis zum 4. November 1975 zusätzlich das Wohlfahrtsministerium. In der 19.,[21] 20.[22] und 21. Regierung[23] war er zudem Religionsminister.

1977 wurde er der Präsident der World Misrachi Bewegung.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Glenn Frankel: Alumni of the Class of Survivors; At Hebrew University, Those Who Escaped the Nazis Reunite. In: The Washington Post. 1989-06-21 (Zugriff über das Zeitungs-/Zeitschriftenarchiv HighBeam Research, HTML).
  2. 2,0 2,1 Eric Silver: Obituary: Josef Burg. In: The Independent. 1999-10-16 (Zugriff über das Zeitungs-/Zeitschriftenarchiv HighBeam Research, HTML).
  3. Government 1. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 2. Februar 2014.
  4. Government 3. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 2. Februar 2014.
  5. Government 4. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 2. Februar 2014.
  6. Government 5. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 2. Februar 2014.
  7. Government 6. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 2. Februar 2014.
  8. Government 7. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 2. Februar 2014.
  9. Government 8. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 2. Februar 2014.
  10. Susan Hattis Rolef: National Religious Party (NRP). In: Encyclopaedia Judaica. 2007-01 (Zugriff über das Zeitungs-/Zeitschriftenarchiv von HighBeam Research, HTML).
  11. Government 9. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 2. Februar 2014.
  12. Government 10. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 2. Februar 2014.
  13. Government 11. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 2. Februar 2014.
  14. Government 12. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 2. Februar 2014.
  15. Government 13. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 2. Februar 2014.
  16. Government 14. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 2. Februar 2014.
  17. 17,0 17,1 Government 15. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 2. Februar 2014.
  18. Government 16. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 2. Februar 2014.
  19. Government 17. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 2. Februar 2014.
  20. Government 18. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 2. Februar 2014.
  21. 21,0 21,1 Government 19. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 2. Februar 2014.
  22. 22,0 22,1 Government 20. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 2. Februar 2014.
  23. Government 21. In: Knesset Members. Knesset, abgerufen am 2. Februar 2014.


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