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Joscheba

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Joscheba (hebr. ‏יהושבע‎‎) war eine im Tanach / Alten Testament genannte Tochter des Königs Joram und die Schwester des Königs Ahasja.

Die biblische Überlieferung

Die Geschichte Joschebas wird in (2 Kön 11,1-3 EU) und (2 Chr 22,10–12 EU) erzählt. Sie ist ein Teil der Geschichte der macht- und religionspolitischen Auseinandersetzungen in den Königreichen Juda und Israel in den 840er und 830er Jahren des 9. Jahrhunderts v. Chr.: machtpolitisch zwischen dem Usurpator Jehu und der Dynastie der Omriden, religionspolitisch zwischen den Anhängern des Baal und den Anhängern JHWHs.[1]

Nachdem Jehu den König von Juda, Ahasja, getötet hatte, zog Ahasjas Mutter Atalja die Herrschaft in Jerusalem an sich. Um keinerlei Thronanwärter fürchten zu müssen, ließ sie im Jahre 842 v. Chr.[2] bzw. 841 v. Chr.[3] die Angehörigen der Familie der Davididen, in die sie eingeheiratet hatte, ausrotten. Auch ihren Enkel Joas, den Sohn Ahasjas, zu der Zeit noch ein Säugling, wollte Atalja töten. Doch Ahasjas Schwester Joscheba brachte ihren Neffen Joas vor seiner Großmutter in Sicherheit, indem sie ihn mit seiner Amme in ihrem Gemach versteckte. Joscheba war mit dem Priester Jojada verheiratet,(2 Chr 22,11 EU) der sich „als Sachwalter davidischer Tradition“ verstand.[4] So vertraute Joscheba den kleinen Joas ihrem Mann an, der den künftigen König sechs Jahre lang, bis zum Tode Ataljas, im Tempelbezirk verbarg.

So kurz die Geschichte Joschebas auch ist, so ist sie als Glied in der Kette der biblischen Erzählungen der Rettungstaten von Frauen theologisch bedeutsam.

Literatur

  • Antje Labahn: Atalja und Joscheba (2 Chr 22,10-23,21). Ein spannungsvolles Verhältnis auf dem Hintergrund der beginnenden Konfrontation mit Samaria. In: Manfred Oeming (Hg.): Theologie des AT aus der Perspektive von Frauen. Lit Verlag, Münster 2003. ISBN 3-8258-6386-7. S. 277-311.

Fußnoten

  1. Antonius H. J. Gunneweg: Geschichte Israels bis Bar Kochba. Kohlhammer, Stuttgart, 2. Aufl. 1976. ISBN 3-17-002989-4. S. 99-101.
  2. so die Datierung von William Foxwell Albright
  3. so die Datierung von Edwin R. Thiele
  4. Siegfried Herrmann: Geschichte Israels in alttestamentlicher Zeit. Chr. Kaiser, München 1973. ISBN 3-459-00869-5. S. 279.

Weblinks


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