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Joram Lindenstrauss

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Joram Lindenstrauss (1975)

Joram Lindenstrauss (* 28. Oktober 1936 in Tel Aviv) ist ein israelischer Mathematiker.

Leben und Wirken

Joram Lindenstrauss (dessen Eltern aus Berlin nach Israel auswanderten[1]) studierte 1955 bis 1962 an der Hebräischen Universität Jerusalem bei Shmuel Agmon, Branko Grünbaum und Aryeh Dvoretzky. Er wurde dort 1962 mit der Dissertation Extension of Compact Operators bei Dvoretzky und Grünbaum promoviert. Danach war er als Post-Doc an der Yale University und in Seattle, bevor er 1965 an die Hebrew University als Mitglied des Einstein Institute of Mathematics zurückkehrte. Seit 1969 war er dort Professor (seit 1985 Miller Professor). Er war u.a. Gastwissenschaftler an der University of California, Berkeley, in Stockholm, an dem Institute for Advanced Study in Princeton, New Jersey, und am Institut des Hautes Études Scientifiques (IHES).

Lindenstrauss' Hauptarbeitsgebiete sind Funktionalanalysis, Banachraumgeometrie und Konvexitätstheorie (in endlichen und unendlichen Dimensionen). Er fand einen kurzen Beweis des Konvexitätssatzes von Ljapunow aus der Maßtheorie. Viele seiner Schüler in Israel wurden Professoren.[2]

1981 wurde ihm der Israel-Preis verliehen. 1997 erhielt er die Stefan-Banach-Medaille. Er ist Mitglied der Israelischen Akademie der Wissenschaften. Zu seinen Doktoranden zählt Assaf Naor. 1970 war er Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Nizza (The geometric theory of the classical Banach spaces).

Elon Lindenstrauss, ebenfalls Mathematiker, ist der Sohn von Joram Lindenstrauss.

Werke

  • Classical Banach spaces (mit Lior Tzafriri). Hebrew University of Jerusalem, 1973.
  • Classical Banach spaces I. Sequence Spaces (mit Lior Tzafriri), Springer 1977, Bd. II (Function spaces), Springer 1979, Ergebnisse der Mathematik und ihrer Grenzgebiete Bd. 92 und 97, Ausgabe von Band 1 und 2 in einem Band Springer 1996.
  • Banach spaces with a unique unconditional basis, up to permutation (mit Jean Bourgain, Peter George Casazza und Lior Tzafriri). Memoirs of the American Mathematical Society, Band 322. American Mathematical Society, 1985
  • mit Yoav Benyamini: Geometric Nonlinear Functional Analysis, Bd.1, American Mathematical Society 1999
  • mit W.B. Johnson (Herausgeber): Handbook of the geometry of Banach spaces, 2 Bände, Elsevier, 2001, 2003

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Pietsch History of Banach spaces and linear operators, Birkhäuser, 2007, S.613
  2. Liste in Pietsch, loc.cit., S.612


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