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Jom haAtzma’ut

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Saal im Museum Tel Aviv: David Ben Gurion erklärt Israels Unabhängigkeit, 14. Mai 1948
Mit israelischen Flaggen dekorierte Häuser

Jeweils zum 5. Ijjar des Jüdischen Kalenders feiert Israel seinen Unabhängigkeitstag, den Jom haAtzma’ut (hebräisch יוֹם הָעַצְמָאוּת Jōm ha-ʿAzma'ūt, deutsch ‚Tag der Unabhängigkeit‘).

Die israelische Unabhängigkeitserklärung erfolgte am 14. Mai 1948 des Gregorianischen Kalenders beziehungsweise 5. Ijjar 5708; der Jom haAtzma’ut wurde im folgenden Jahr 1949 als Erinnerung an die Proklamation des jüdischen Staates durch David Ben-Gurion als Nationalfeiertag eingeführt.

In Israel ist der Jom haAtzma’ut ein fröhlich-heiterer Feiertag.

Der Jom haAtzma'ut folgt direkt auf den Jom haSikkaron, den Gedenktag für die gefallenen israelischen Soldaten und die Opfer von Terrorismus.

Kalender

Der 5. Ijjar im Jüdischen und der 13. Mai im Gregorianischen Kalender können um mehrere Wochen von einander abweichen. Im Jüdischen Kalender enden Tage mit Sonnenuntergang, also umfassen sie im Gregorianischen Kalender den Vorabend ab Dunkelheit und den Folgetag bis Sonnenuntergang. Zudem finden alle offiziellen Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag nicht am 5. Ijjar statt, wenn er auf einen Freitag, Sonnabend oder Sonntag fällt. Um gegebenenfalls die gebotene Sabbatruhe, auch sie gilt ab Sonnenuntergang an Freitagen bis sonnabends am Abend, einzuhalten, werden die offiziellen Feierlichkeiten dem 5. Ijjar um einen oder zwei Tage vorgezogen bzw. nachgeschoben, um die Feiern zum Unabhängigkeitstag und den tags zuvor stattfindenden Jom ha-Sikkaron ohne Einschränkungen begehen zu können. Da der Unabhängigkeitstag also am 3., 4., 5., 6. oder 7. Ijjar stattfinden kann, fällt er entsprechend jedes Jahr auf einen anderen Vorabend und den Folgetag im Gregorianischen Kalender.[1]

Jüdisches Datum Gregorianisches Datum
3. Ijjar 5781, יום חמישי (5. Tag) Mittwoch/Donnerstag, 14./15. April 2021
4. Ijjar 5782, יום חמישי (5. Tag) Mittwoch/Donnerstag, 4./5. Mai 2022
5. Ijjar 5783, יום רביעי (4. Tag) Dienstag/Mittwoch, 25./26. April 2023
6. Ijjar 5784, יום שלישי (3. Tag) Montag/Dienstag, 13./14. April 2024
3. Ijjar 5785, יום חמישי (5. Tag) Mittwoch/Donnerstag, 30. April/1. Mai 2025
5. Ijjar 5786. יום רביעי (4. Tag) Dienstag/Mittwoch, 21./22. April 2026
5. Ijjar 5787, יום רביעי (4. Tag) Dienstag/Mittwoch, 11./12. Mai 2027
6. Ijjar 5788, יום שלישי (3. Tag) Montag/Dienstag, 1./2. Mai 2028

Ablauf

Der Feiertag beginnt am Vorabend mit einer zentralen Gedenkveranstaltung, an welcher der Vorsitzende der Knesset eine Rede hält und zwölf Fackeln, symbolisch für die Zwölf Stämme Israels, entzündet werden. Seit 1953 wird dabei auch der Israel-Preis vergeben. Die Bevölkerung begeht den Tag selbst mit Grillparties oder Picknick im Freien, oder mit dem Besuch einer der Flugschauen der Luftwaffe. Mehrere Stützpunkte der Armee sind zur Besichtigung für die Öffentlichkeit geöffnet und zahlreiche kulturelle Einrichtungen gewähren Besuchern kostenlosen Eintritt. Außerdem findet das internationale Jugend-Bibelquiz in Jerusalem statt. Viele Orte lassen die Feierlichkeiten mit einem Feuerwerk ausklingen.[2] Von 1949 bis 1968 und 1973 wurde am Unabhängigkeitstag jeweils an einem anderen Ort eine Militärparade durchgeführt.

Das Komitee für die offizielle staatliche Unabhängigkeitsfeier auf dem Herzl-Berg hat 2015 mit Lucy Aharish erstmals eine arabische Israelin bestimmt, bei der Zeremonie in Jerusalem eine Fackel zur Ehre des Staates anzuzünden.[3]

Weblinks

 Commons: Jom haAtzma’ut – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. timeanddate.de
  2. Feiern mit Flugschauen und Feuerwerk. In: Israelnetz.de. 10. Mai 2019, abgerufen am 11. Mai 2019.
  3. Israel: Arabische Israelin wird erstmals Fackel entzünden. 2015-04-22 (https://www.welt.de/politik/ausland/article139942598/Eine-Preistraegerin-treibt-alle-auf-die-Barrikaden.html).
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