Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Johann Conrad Dannhauer

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Datei:Johann Conrad Dannhauer.jpg
Johann Conrad Dannhauer
Datei:Jean Conrad Dannhauer.jpg
Johann Conrad Dannhauer (Ölgemälde aus dem Jahr 1657, heute im Besitz des Domkapitels der Thomaskirche in Straßburg)

Johann Conrad (auch: Konrad) Dannhauer (* 24. März 1603 in Köndringen im Breisgau; † 7. November 1666 in Straßburg) war ein deutscher, lutherischer Theologe, Professor der Beredsamkeit/Rhetorik, Hermeneutiker und Dichter.

Leben

Der Pfarrerssohn besuchte in Straßburg das Gymnasium und Predigerseminar, um anschließend in Marburg, an der Universität Altdorf und in Jena Theologie zu studieren. 1628 wurde er in Straßburg Inspektor des Predigerseminars, 1629 Professor für Rhetorik, 1633 Professor für Theologie, Pfarrer am Straßburger Münster, Präses des Kirchenkonvents und Dekan des Thomasstifts. Er war Gegner des Calvinismus und des Synkretismus, der u. a. durch Georg Calixt vertreten wurde. Zu seinen Schülern zählten Johannes Fecht und Philipp Jacob Spener, einer der bedeutenden Vertreter des Pietismus.

Sein Hauptwerk ist Der Mensch ein Wanderer, das Leben der Weg, die Heilige Schrift das Licht, Gott das Ziel, der Himmel die Heimat. Mit dem in symbolisch-allegorischer Form formulierten Text Hodosophia Christiana sive Theologia positiva wirkte er als Mittler zwischen der lutherischen Orthodoxie und dem Pietismus.

Werkauswahl

  • Hodosophia Christiana sive Theologia positiva, 1649.
  • Hodomoria spiritus papaei, 2 Bde., Straßburg 1653.
  • Hodomoria Spiritus Calviniani, 2 Bde., Straßburg 1654.
  • Catechismusmilch oder der Erklärung deß christlichen Catechismi … Theil, 10 Bde., Straßburg 1642–1678 u.ö.

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Bautz: Johann Conrad Dannhauer. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 1, Hamm 1975, Sp. 1211–1212.
  • F. Bosse: Dannhauer, Johann Conrad. In: Realencyklopädie für protestantische Theologie und Kirche (RE). 3. Auflage. Band 4, Hinrichs, Leipzig 1898, S. 460–464.
  • Heinrich Holtzmann: Dannhauer, Johann Konrad. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 4, Duncker & Humblot, Leipzig 1876, S. 745 f.
  • W. Horning: Der Straßburger Universitäts-Professor, Münsterprediger und Präsident des Kirchenkonvents Dr. Johann Konrad Dannhauer, 1883
  • Meyers Enzyklopädisches Lexikon, 9. Auflage, 1980, S. 247
  • K.-H. Mockel: Die Eigenart des Strassburger orthodoxen Luthertums in seiner Ethik, dargestellt an Johann Conrad Dannhauer, Dissertation Greifswald 1952
  • Fritz Roth: Restlose Auswertungen von Leichenpredigten für genealogische und kulturhistorische Zwecke. Selbstverlag, Boppard/Rhein, 1980, Bd. 10, S. 290, R 9420
  • Hermann Schüssler: Dannhauer, Johann Konrad. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 3, Duncker & Humblot, Berlin 1957, S. 512 (Onlinefassung).
  • August Tholuck: Das akademische Leben des 17. Jahrhunderts, siehe II, 1854, 126 ff.
  • Johannes Wallmann: Philipp Jakob Spener u. die Anfänge des Pietismus, Tübingen, 1970
  • Johannes Wallmann: Die Eigenart der Straßburger lutherischen orthodoxie im 17. Jahrhundert. – Apokalyptisches Endzeitbewußtsein und konfessionelle Polemik bei Johann Conrad Dannhauer. In. Johann Wallmann: Theologie und Frömmigkeit im Zeitalter des Barock, Mohr, Tübingen, 1995, ISBN 3-16-146351-X, S. 87–104.
  • Henning Witten: Memoriae theologorum, 1684, 1438 ff.

Weblinks


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Johann Conrad Dannhauer aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.