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Jitzchak Kadouri

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Jitzchak Kadouri
Jitzchak Kadouri ca. 1931

Rabbi Jitzchak Kadouri, auch Yitzchak Kaduri (hebr. ‏יצחק כדורי‎‎; geb. 7. September 1898 in Bagdad als Yitzchak Diba; gest. 28. Januar 2006 in Jerusalem) war ein orthodoxer Rabbiner in Israel.

Geboren im Osmanischen Reich als Sohn des Gewürzhändlers Ze'ev Diba. Der Geburtstag war ein Samstag im Monat Tischri, in den Tagen zwischen Sukkot, bekannt als Chol HaMo'ed.

Schon in jungen Jahren maß Kaduri der Tora große Bedeutung bei. Er war Schüler von Ben Ish Chai (Rabbi Yosef Chaim von Bagdad) und studierte an der Zilka Jeschiwa in Bagdad.

1922 ins britische Protektorat Palästina ausgewandert, änderte er seinen Namen. Er trat in die britische Armee ein und arbeitete als Übersetzer. Nach dem Militärdienst ging er zur Shoshanim Ledavid Yeshiva für Kabbalisten im Irak, später studierte er an der Porat Yosef Yeshiva in der Altstadt Jerusalems mit Rabbi Silman Eliyahu, Vater von Rabbi Mordechai Eliyahu. Nachdem das jüdische Viertel 1948 im Palästinakrieg in die Hände der jordanischen Armee fiel, zog er ins Bucharim-Viertel. Dort setzte er seine Studien fort und arbeitete als Buchbinder, was er schon in Bagdad gelernt hatte. Rabbi Kaduri war bekannt für sein fotografisches Gedächtnis und sein Wissen über den Talmud, Raschi und Tosafot. Selbst publizierte er jedoch keine Bücher. Zwar schrieb er über die Kabbala, veröffentlichte seine Schriften jedoch nur zu privaten Zwecken.

In den 1960er Jahren, nach dem Tod von Rabbi Ephraim Cohen, eines Führers der Porat Yosef Yeshiva, begann seine Popularität zu wachsen. Im Laufe der Jahre besuchten ihn tausende Menschen, um ihn um Rat zu fragen, um Heilung zu bitten oder Amulette weihen zu lassen. Er lehrte die Geheimnisse der Kabbala-Amulette von Yehuda Patia. Seine Nachfolger erzählten auch von Wundern.

Kaduris erste Frau, Sarah, starb 1990. 1993 heiratete er Rabbanit Dorit Kaduri. Sein Sohn, Rabbi David Kaduri, gründete die Jeschiwa Yeshivat Nachalat Yitzchak.

In seinen letzten Lebensjahren wurde er mehrfach für politische Zwecke angesprochen. 1996 nahm Rabbi Kaduri an Veranstaltungen der Shas-Partei teil, für die er auch Amulette weihte.

Im Januar 2006 erkrankte Rabbi Kaduri an einer Lungenentzündung und verstarb am 28. Januar 2006.

An seiner Beerdigung tags darauf nahmen mindestens 200.000 Menschen teil.

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