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Jitzchak Mordechai

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Jitzchak Mordechai (1997)

Jitzchak Mordechai (hebr. ‏יצחק מרדכי‎, Alternativschreibweise Yitzhak Mordechai; * 22. November 1944 bei Zaxo im kurdischen Teil des Irak) ist ein israelischer General und Politiker und als solcher Mitgründer der Merkaz (Zentrumspartei).

Mordechais Familie wanderte 1949 nach Israel aus. Er diente seit 1962 als Fallschirmspringer in der Israelischen Fallschirmjäger-Brigade und besuchte die Stabsakademie in Israel und später auch in England. Seine Universitätsabschlüsse in Geschichte und Politikwissenschaft erhielt er von den Universitäten Tel Aviv, beziehungsweise Haifa. Ein begonnenes Jura-Studium an der Universität von Herzlija und ein Studium des Judentums an der Bar-Ilan-Universität schloss er nicht ab.

Militärische Karriere

Während des Sechstagekrieges kommandierte er eine Fallschirmeinheit im Sinai und im Jom-Kippur-Krieg kommandierte er ein Fallschirmbataillon an der Sinai-Front. Hier wurde er mit einer Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. In den Jahren 1983-86 war er Höchster Offizier der Infanterie und der Fallschirmjäger. 1986 wurde er zum Generalmajor befördert und war als solcher Chef der Ausbildungsabteilung des Hauptquartiers und im selben Jahr Kommandierender des Südkommandos. Nach einer Zwischenstation als Kommandierender des Zentralkommandos, in den Jahren 1989-1991 wurde er schließlich 1991 Kommandierender des Nordkommandos. Damit ist er der einzige General der israelischen Armee, der alle drei Posten innehatte. Obwohl er damit für den Posten des israelischen Generalstabschef prädestiniert gewesen wäre, wurde er bei der Besetzung übergangen. Nach 33-jähriger Dienstzeit wurde Mordechai 1995 aus der Armee verabschiedet.

Politischer Werdegang

Nach seinem Rückzug aus der Armee wurde er im Mai 1996 für den Likud in die Knesset gewählt. Im darauffolgenden Monat wurde er zum Verteidigungsminister ernannt. Als klar wurde, dass er zusammen mit Amnon Lipkin-Schahak, Roni Milo und Dan Meridor eine neue Partei, die Merkaz, gründen wollte, wurde er im Frühjahr 1999 von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu entlassen. Seine Kandidatur zum Ministerpräsidenten (als erster Nicht-Aschkenase) zu den Wahlen von 1999 brach er kurz vor den Wahlen wegen Chancenlosigkeit ab. Seinen Knesset-Sitz konnte er aber als Mitglied der Zentrumspartei wieder erkämpfen. Im Juli 1999 wurde er unter Netanjahu zum Verkehrsminister und stellvertretenden Ministerpräsidenten ernannt, musste von diesem Posten jedoch im darauffolgenden Mai des Jahres 2000 zurücktreten, da ihm ein sexueller Übergriff zur Last gelegt wurde. Im März 2001 wurde er wegen sexueller Belästigung zu einer 18-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt.

Weblinks


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