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Isaak (Erzvater)

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Rembrandt: „Der Engel verhindert die Opferung Isaaks“

Isaak (hebr.: יִצְחָק yiṣḥāq, wahrscheinlich aus Jizchaq-El = Gott lächelt) ist eine zentrale Figur des jüdischen Glaubens. Seine Geschichte wird in der Genesis erzählt (Gen 21-28 EU). Er lebte nach den biblischen Erzählungen etwa im 19. Jahrhundert v. Chr., jedoch ist außerbiblisch nichts über ihn bekannt. Zusammen mit seinem Vater Abraham und seinem Sohn Jakob wird er zu den Erzvätern Israels gezählt.

Name

Der Name Jizchaq kommt in der Bibel ausschließlich für den Erzvater vor. Außerbiblisch ist er zuvor nicht belegt, auch gibt es keine Nachweise für entsprechende Namensinschriften.[1] Der Name ist wahrscheinlich eine Kurz- oder Koseform von Jizchaq-El, was „El lächelt (dem Kind zu)“[2] oder „El hat jemanden zum Lachen gebracht“[1] bedeutet. El ist in der hebräischen Bibel ein Name Gottes. In Gen 21,3-6 EU erhält Isaak seinen Namen, nachdem zuvor mehrfach erzählt wurde, dass seine Geburt wegen des Alters seiner Eltern Abraham und Sara eigentlich unmöglich ist und ihre Ankündigung durch göttliche Verheißung bei den Eltern jeweils zu einem Lachen Anlass gab (Gen 17,17 EU; 18,12-15 EU ;21,6 [1]).

Biblische Überlieferung

Über Isaak ist von allen drei Erzvätern am wenigsten biblisch überliefert. Er ist der zweitgeborene Sohn Abrahams, der einzige, den er mit seiner Frau Sara zeugte. Im Alter von acht Tagen wird Isaak beschnitten. Abraham wird von Gott auf die Probe gestellt, indem er seinen Sohn Isaak opfern soll (Gen 22 EU) (hebr.: Akeda). Doch Gott greift im letzten Moment ein und rettet Isaak. Nach dem Tod Saras schickt Abraham einen Diener in seine Heimat in die Gegend von Haran, um für Isaak eine Frau zu suchen. Der Knecht trifft dort auf Rebekka, eine Enkelin des Bruders von Abraham. Sie und ihre Eltern erklären sich mit der Heirat einverstanden, und Rebekka zieht mit dem Knecht zurück nach Kanaan. Rebekka gebärt ihrem Mann Zwillinge: Esau und Jakob. Isaak erlangt großen Reichtum, erblindet jedoch im Alter. So kann sich der zweitgeborene Sohn Jakob von ihm mit Hilfe bzw. auf Anstiftung seiner Mutter Rebekka den Segen, der eigentlich für Esau bestimmt war, erschleichen (siehe dazu: Linsengericht). Nachdem Isaak im Alter von 180 Jahren stirbt, wird er von seinen beiden Söhnen gemeinsam begraben (Gen 35,29 EU)

Isaak im Christentum

Die Rolle Isaaks im Christentum ist weniger bedeutend als im Judentum. Im Neuen Testament wird der Stammbaum des Jesus von Nazaret auf Abraham zurückgeführt – über Isaak und Rebekka. Damit reklamiert das Christentum seinen Anteil an der biblisch-historischen Überlieferung, die seit Abraham an die Erzväter Israels ergangen war.

Isaak im Islam

Auch im Koran wird Ishaq (arabisch ‏إسحاق‎, DMG Isḥāq) erwähnt. Nach dortiger Darstellung steht Isaak jedoch hinter Ismael, dem von Abraham (arab. Ibrahim) mit Hagar, Saras Dienerin, gezeugten erstgeborenen Sohn zurück (Sure 14,39; 2,125-140). Die Darstellung des Korans erwähnt beim Bericht der Unterbrechung von Abrahams Opferung seines Sohnes keinen Namen und spricht auch nicht vom „einzigen“ Sohn wie die Darstellung in Gen 22; angeknüpft wird mit der Ankündigung der Geburt Isaaks (Sure 37,112). Spätere islamische Gelehrte wie Ibn Kathīr haben argumentiert, dass es sich hier nur um Ismael gehandelt haben könne; diese Auffassung ist heute unter Muslimen weithin üblich.[3]

Weblinks

 Commons: Isaac – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Andreas Michel, Art. Isaak, in: Das wissenschaftliche Bibellexikon im Internet (WiBiLex), aufgerufen am 10. Juli 2011
  2. Herbert Schmid, Art. Isaak, in: Neues Bibellexikon, Band II. Zürich, Düsseldorf 1995, Sp. 238
  3. Einen Überblick zu frühen Positionen gibt F. Leemhuis: Ibrahim's sacrifice of his son in the early post-koranic tradition, in: E. Noort / E. J. C. Tigchelaar: The sacrifice of Isaac, Brill, Leiden 2002, S. 125-139. Umfassender Reuven Firestone: Abraham's Son as the Intended Sacrifice. Issues in Qur'anic Exegesis, in: Journal of Semitic Studies 34 (1989), 95-131 und bes. Reuven Firestone: Journeys in Holy Lands. The Evolution of the Abraham-Ishmael Legends in Islamic Exegesis, New York 1990. Datierungsprobleme der relevanten Suren und -abschnitte und deren Resultate für diese Frage resümiert kompakt Rudi Paret: Art. Ismāʿīl, in: Encyclopaedia of Islam, 2. A., Bd. 4 (1997), 184f.

Literatur

  • Herbert Schmid, Art. Isaak, in: Neues Bibellexikon, Band II. Zürich, Düsseldorf 1995, Sp. 237-240. ISBN 3-545-23075-9



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