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Jitro (Person)

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Dieser Artikel behandelt die biblische Figur. Für den nach ihr benannten Leseabschnitt der Tora siehe Jitro (Parascha).

Jitro (hebr. ‏יִתְרוֹ‎; auch: Jethro oder Jetro) ist in der Tora, den biblischen Fünf Büchern Moses, der Name des Schwiegervaters von Mose.

Darstellung der Person

Jitro wird auch mit anderen Namen genannt – Reguel (Ex 2,18), Hobab (Ri 4,11) -, immer aber als Priester von Midian eingeführt. Demnach hatte er ein kultisches Führungsamt im Stamm der Midianiter, eines Volkes von kriegerischen Nomaden. Diese lebten östlich des Golfs von Akaba, durchstreiften aber weite Wege auf ihren Feldzügen. In ihrem Hauptgebiet wird der Gottesberg Horeb vermutet, der erst viel später mit dem Berg Sinai im Süden der Sinaihalbinsel identifiziert wurde.

Nach Ex 2,16ff hatte Jitro sieben Töchter, deren älteste, Zippora, er Moses zur Frau gab. Nahe dem Bergheiligtum der Midianiter, wo Jitro sein Priesteramt versah, begegnete Mose nach Ex 3 erstmals dem Gott JHWH, den die Israeliten beim Auszug aus Ägypten als ihren Befreier aus der ägyptischen Sklaverei erfuhren.

An diesen Berg führte Mose nach Darstellung des 2. Buch Mose sein befreites Volk später zurück. Nach Ex 18 riet Jitro ihm dazu, unbestechliche Richter einzusetzen und ihnen die Rechtsprechung für das Volk zu überlassen, also kultische von juristischen Aufgaben zu trennen. Zugleich bekannte er mit einem Opfer für den Gott der Israeliten: Jetzt weiß ich: JHWH ist größer als alle Götter. (Ex 18,11a EU)

Parascha

Nach Jitro ist die gleichnamige Parascha, Jitro, benannt – einer der Leseabschnitte der Tora, die fortlaufend an den Sabbaten des Jahres gelesen werden. Sie umfasst die Kapitel Ex 18,1 EU-20,23 EU und enthält unter anderem die Zehn Gebote.

Andenken

Jitros Grabstätte wird im verlassenen Dorf Hittin verehrt, vor allem von den Drusen.

Rolle im Islam

Im Islam heißt Jitro Shuʿayb, Schuʿayb oder Shoaib (arabisch ‏شعيب‎ Schu'aib, DMG Šuʿayb ‚Derjenige, der den rechten Weg zeigt‘). Er gilt als einer der 25 Propheten. Er wird elf Mal im Koran namentlich erwähnt, oft parallel zu den Missionen der Propheten Lut, Noah, Hud und Salih. Shuʿayb war der Prophet für das Volk Madyan, das „Volk des Holzes“ (Sure 26:176). Er predigte ihnen den Islam, doch sie ziehen ihn der Lüge, woraufhin sie vernichtet wurden – nach Sure 7:91 durch ein Erdbeben[1], nach Sure 26:176 durch die „Pein der Überschattung“.

Verfilmungen

Jitro wird in einigen Spielfilmen über die Geschichte Israels und des Mose von folgenden Filmschauspielern dargestellt:

Einzelnachweise

  1. Koran Sure 7, 91. Online-Text, Projekt Gutenberg-DE.


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