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Jisrael Jakow Algazi

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Jisrael Jakow Algazi (geb. 1680 in Izmir; gest. 1757 in Erez Jisrael / Jahrzeit: 6. Tamuz) war Rischon LeZion (sefardischer Oberrabbiner in Erez Israel).

Leben

Er kam in der Stadt Izmir 1680 zur Welt. Sein ganzes Leben lang versuchte er, sich zu verbergen, und eine aussergewöhnliche Bescheidenheit begleitete ihn immer, wie es auch aus seinen Sefarim "Chemdat Jamim" und "Sche'eirit Jakow" ersichtlich ist.

1727 kam sein Sohn, Raw Jom Tow Algazi, der später eine grosse Leuchte in Klall Jisrael wurde, zur Welt. Einige Jahre danach beschloss Raw Jisrael Jakow, nach Erez Jisrael auszuwandern. Dort liess er sich in Jerusalem nieder, um sich in Tora und Awoda zu vervollständigen. Im Jahr 1747 wurde Rabbi Jisrael Jakow plötzlich schwer krank, und die Ärzte gaben ihn auf. Sie sahen keinen Weg zur Genesung und bereiteten die Familienangehörigen auf das Schlimmste vor. Er dawente und machte ein Gelübde, dass er eines seiner Sefarim, die alle nur handgeschrieben existierten, drucken lassen würde, falls er gesund wird. Seine Tefilla galt als angenommen, und er stand gesund von seinem Bett auf. Sofort machte er sich daran, sein Gelübde zu erfüllen, und so liess er nicht lange danach sein Sefer "Ar'a D'Rabanan" über die verschiedenen Meinungen im Schass drucken.

Zusätzlich zu seiner Grösse in Tora und Awoda wollte er sich auch in den Teilen der verborgenen Tora bereichern. Als Rabbi Gedalja Hajun deshalb seine Jeschiwa "Bet E-l", die für die Lehre dieser Teile der Tora bestimmt war, eröffnete, schloss er sich dieser Jeschiwa an und vertiefte sich in die Schriften des Arisal.

1749 verabschiedeten die Gedolim in Jeruschalajim eine Bestimmung, dass es einem Bachur, der älter als zwanzig Jahre alt und dennoch unverheiratet ist, untersagt ist, in Jeruschalajim zu wohnen. Auch Rabbi Jisrael Jakow gehörte zu den Rabanim, die diese Verordnung unterschrieben.

Im Alter von sechsundsiebzig Jahren starb Rabbi Jisrael Jakow.

Zitat über J. J. Algazi

Der Chid'a war ein guter Freund des Sohnes von Rabbi Jisrael Jakow, Rabbi Jom Tow Algazi, der ihn auch persönlich kannte. Er schrieb in seinem Empfehlungsschreiben für sein Sefer "Schma Jakow" über ihn:

"Er ist das heilige Licht, das überall hin leuchtet. Wer ihn sah, sah den heiligen Jakow, einen erhabenen Engel ... Seine Chiduschei Tora sind süss und gleichen dem Gespräch der heiligen Serafim!"

Hinweis

Der Artikeltext beruht in weiten Teilen auf einem Nachruf in der Jüdischen Zeitung, Zürich, Ausgabe vom 11. Juli 2014, Seite 17.

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