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Jeschiwa Gedolah Frankfurt

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Die Jeschiwa Gedolah Frankfurt ist eine im Jahr 2000 in Frankfurt eröffnete Talmud-Tora-Schule. Die Jeschiwa zeichnet sich insbesondere durch ihr soziales Engagement und ihren Einsatz für Neuzuwanderer, aber auch durch verschiedenste Aktivitäten und Veranstaltungen zur Förderung des Verständnisses für die jüdische Religion, aus. Sie war die erste orthodoxe Jeschiwa, die nach dem zweiten Weltkrieg und dem Holocaust in Deutschland eröffent wurde.[1]

Talmud-Tora-Schule

Diese Talmud-Tora-Schule ist einzigartig in Deutschland, denn alle Studenten werden ausnahmslos zu Rabbinern ausgebildet. Geleitet wird die Jeschiwa von Rabbiner Yosef Yerachmiel Havlin (dem Rosch Jeschiwa). Zur Zeit lernen ca. 16 Studenten jeden Tag von 7:30 Uhr bis 21:30 Uhr in der Frankfurter Jeschiwa. Alle Jeschiwa Studenten haben erfolgreich die Jeschiwa in Brunoy bei Paris abgeschlossen und haben sich entschieden, für ein Jahr in Deutschland ihre Studien fortzusetzen. Nach diesem Jahr gehen die meisten Absolventen der Frankfurter Jeschiwa nach New York, um dort weiter zu lernen und schließlich die erste Rabbinerordination (Smicha) zu erhalten. Die Ausbildung und die Unterkunft erhalten die Studenten kostenlos. Zusätzlich müssen die Studenten zu gewissen Zeiten an anderen Talmudschulen Seminare besuchen und Prüfungen ablegen, auch diese Kosten werden von Chabad Frankfurt e.V. übernommen [2]. Eine der wichtigsten Aufgaben der Jeschiwa ist es, jüdischen Mitbürgern in Frankfurt und Umgebung die Möglichkeit zu geben, Ihr Judentum durch Lernen wieder neu zu entdecken. Dieses Angebot wird zur Zeit von über 70 jüdische Mitbürger in Frankfurt und Umgebung genutzt. Es besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit, sich im Voraus für einen gewünschten Termin zum Lernen in der Jeschiwa anzumelden[3].

Home Learning

Wenn es Gemeindemitgliedern nicht möglich ist, in die Jeschiwa zum Lernen zu kommen, ist ein weiteres Angebot der Studenten, ein Seminar/Schiur bei diesen zu Hause zu organisieren. Derzeit finden schon einige private Home-Learning-Schiurim statt, bei denen Gemeindemitglieder gemeinsam mit Studenten der Jeschiwa Tora, Talmud oder Halacha lernen.

Integrationsarbeit

Jeden Freitag gehen die Studenten der Jeschiwa in das jüdische Altersheim, in jüdische Wohnungen und in jüdische Geschäfte, das heißt zu Juden nach Hause, um mit ihnen Tefillin anzulegen.Anschließend sprechen sie über den Tora-Abschnitt, über Halacha und leisten manchmal auch seelsorgerische Hilfe bei älteren Juden. Die Studenten der Jeschiwa unterstützen das gesamte jüdische Leben in Frankfurt, Offenbach, Gießen und Umgebung.

Outreach

Die Studenten der Jeschiwa sind willkommene Gäste in anderen jüdischen Gemeinden (deutschlandweit). Sie helfen kleineren Gemeinden, wo kein Rabbiner oder Kantor zur Verfügung steht, als Baal Tefila und Baal Koreh am Schabbat.

Einzelnachweise

  1. Eliezer Ben-Rafael, Olaf Gl Ckner, Yitzhak Sternberg: Jews and Jewish Education in Germany Today, Brill Academic Pub, 2011, S. 293 [1]
  2. http://www.de.chabad.org/centers/default_cdo/aid/117852/jewish/Chabad-Lubavitch-of-Frankfurt.htm http://chabad.de/
  3. Jews and Jewish Education in Germany today, Eliezer Ben-Rafael olaf Glockner and Yitzhak Sternberg, Brill 2011 p. 293


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