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Jesaja Horovitz

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(Weitergeleitet von Jeschaja Horowitz)
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Grabmal des Jesaja Horovitz in Tiberias

Jesaja b. Abraham Horovitz (Jesaja ha-Levi Horovitz, auch Horowitz; geb. 1565 in Prag; gest. 24. März 1630 in Tiberias) war Talmudist, Kabbalist und eine Zeit lang Oberrabbiner in Prag.

Leben

Er studierte bei Meir Lublin und Joshua Falk und heiratete Chaya Moul, die Tochter von Abraham Moul aus Wien. Nach vielen Rabbinaten in europäischen Großstädten verließ er Frankfurt am Main nach dem Fettmilchaufstand und nahm das Oberrabbinat in Prag an.

1621, nach dem Tod seiner Frau, wanderte er nach Palästina aus, heiratete wieder und ließ sich in Jerusalem als einer der führenden Köpfe der aschkenasischen Gemeinschaft nieder. 1625 wurde er vom arabischen Herrscher gefangengenommen und gegen ein hohes Lösegeld freigelassen. Er starb in Tiberias und wurde dort in der Nähe von Moses Maimonides begraben.

Jesaja Horowitz' Sohn Sabbatai Halewi Horwitz wirkte von 1632 bis 1642 als Oberrabbiner in Frankfurt am Main, sein Enkel Jesaja Halevi Horwitz von 1678 bis 1686.

Das bekannteste Werk von Jesaja Horovitz ist Schene luchot ha-berit („Die zwei Bundestafeln“), abgekürzt ScheLaH, Schlah oder Schloh etc. (dies auch sein Name: Schela ha-Kadosch, der heilige Schela), ein volkstümliches Kompendium über Gesetz und Ethik, das er angesichts der bevorstehenden Trennung von seinen Kindern und Enkeln vor seiner Abreise nach Palästina als Wegweiser und Erinnerungsbuch hinterlassen hat.[1]

Horovitz, auch Hurwitz u. ä., war/ist eine jüdische Familie aus Hořovice in Böhmen. Im 13. Jahrhundert wählten die Herren der Stadt erstmals diesen Namenszusatz.

Literatur (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. Siehe Julia Haarmann: Hüter der Tradition. Erinnerung und Identität im Selbstzeugnis des Pinchas Katzenellenbogen (1691–1767). Vandenhoeck & Ruprecht, 2012, ISBN 978-35255702-3-4, S. 81.

Weblinks

Andere Wikis


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