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Jerzy Kanal

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Jerzy Kanal (Foto: dpa)

Jerzy Kanal (geb. 20. Juli 1921 im polnischen Schtetl Blaszki; gest. 1. August 2015 in Berlin) war Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, langjähriges Direktoriumsmitglied des Keren Hayesod und von 1992 bis 1997 Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Fast drei Jahrzehnte, von 1969 bis 1997, war er aktiv im Vorstand der Jüdischen Gemeinde tätig. Vorstandsvorsitzender wurde er als Stellvertreter Heinz Galinskis unmittelbar nach dessen Tod. 1993 stellte er sich der turnusmässig anstehenden Wahl, die er gewann. Höhepunkt seines Wirkens war die Einweihung der Neuen Synagoge als Centrum Judaicum am 8. Mai 1995. Jerzy Kanal war eine der bedeutenden Persönlichkeiten des jüdischen Lebens im 20. Jahrhundert, als Zeuge der Schoa und als einer, der jüdisches Leben in Deutschland tatkräftig wieder aufgebaut hat.

Jerzy Kanal wuchs in Warschau in einer vom Judentum osteuropäischer Tradition geprägten Atmosphäre auf. Die Verfolgung durch die Deutschen überlebte er im Warschauer Ghetto, in Auschwitz und anderen Konzentrationslagern. Nach der Befreiung kam er über München, Warschau, Prag und Paris 1953 nach Berlin. 1948 heiratete er in Prag seine Frau Serena, die 1975 nach 27-jähriger Ehe verstarb. Die beiden Töchter kamen in Paris zur Welt. Jerzy Kanal war mehrfacher Grossvater.


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