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Jeriqah

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Jeriqah (hebr.), Spucken, Ausspucken, Speien.

Der (als ekelhaft empfundene) Speichelauswurf kann verschiedene Ursachen haben. U. a. soll er Verachtung zum Ausdruck bringen, z. B. in der Tora im Abschnitt über die Leviratsehe: "Und seine Schwägerin soll zu ihm hintreten vor den Augen der Ältesten und seinen Schuh von seinem Fuss abziehen und vor ihm ausspeien" (5. Buch Mose 25,9).

Im Talmud (Berachot 62b und 63a) wird die Frage diskutiert, wo man ausspucken darf und warum.

Unter bestimmten Umständen ist das Ausspucken in der Synagoge erlaubt (dazu gibt es aber Ausführungsbestimmungen, Minderheitsmeinungen votieren für ein Verbot).

Der Speichelauswurf im Alejnu-Gebet wird heute vor allem in Bethäusern der Lubawitscher Chassidim praktiziert. Rabbi Menachem Mendel Schneerson pflegte auf den Boden zu spucken und nicht in ein Taschentuch oder einen Spucknapf.

Ein offenherziger Bericht über seine Erfahrungen beim Alejnu-Speichelauswurf findet sich z. B. beim US-amerikanischen Chabad-Aktivisten Jay Litvin: Das regelmässige Spucken solle ihn an götzendienerische Tendenzen erinnern, die er in seinem Leben noch nicht überwunden habe.


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