Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Jens Harder

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Jens Harder (* 1970 in Weißwasser) ist ein deutscher Comiczeichner und Illustrator, der mehrfach für seine Alben den renommierten Max-und-Moritz-Preis erhielt.

Leben und Werk

Von 1996 bis 2002[1] studierte er Kommunikationsdesign an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. 1999 gründete er zusammen mit Studienkollegen die Comicgruppe Monogatari, in deren Kollektivalben er in der folgenden Zeit eigene Beiträge veröffentlichte. Auch für diverse Zeitungen und Zeitschriften (unter anderem scheinschlag, Strapazin und Tagesspiegel) arbeitete er.[1]

Sein erstes eigenes Buch brachte er 2003 bei dem französischen Label Éditions de l'An 2 heraus, da er für das ambitionierte Werk keinen deutschen Verleger gefunden hatte.[2] Das etwa 150 Seiten umfassende Album mit dem Titel Leviathan ist eine dramatisierte Geschichte um einen Pottwal und beinhaltet außer Literaturzitaten von beispielsweise Herman Melville und Thomas Hobbes, die in vier Sprachen abgedruckt sind, keinen Text. Für dieses Werk wurde Harder beim Comic-Salon Erlangen 2004 mit dem Max-und-Moritz-Preis als „beste deutschsprachige Comic-Publikation“ ausgezeichnet.

2005 arbeitete er für das Goethe-Institut in Tel Aviv an einer Comicreportage, die als Teil der Anthologie Cargo veröffentlicht wurde.[1]

Seine Bilder wurden bisher in verschiedenen deutschen Städten sowie in Aix, Basel, Belo Horizonte, Córdoba, Genf, Jerusalem, Lissabon, Oslo, Paris, Tel Aviv, Zürich und anderen Städten ausgestellt.

In einer fünfjährigen Arbeit 2004-2009 entstand für den französischen Verlag Actes Sud beim Label Editions de l’an 2 das aus 352 Seiten bestehende Album Alpha. Es thematisiert die gesamte Evolutionsgeschichte bis zum Auftreten des Menschen. Dabei wurde er mit dem Förderpreis des e.o.plauen Preises 2007 unterstützt.

Die deutschsprachige Ausgabe kam Anfang Juni rechtzeitig zum Comic-Salon Erlangen 2010 beim Carlsen Verlag heraus. Jens Harder wurde wie schon 2004 für sein Buch mit dem Max- und Moritz-Preis 2010 als „beste deutschsprachige Comic-Publikation“ ausgezeichnet.[3] Zuvor gab es bereits eine Ausstellung unter dem Titel “Alpha … Evolutionäre Bildgeschichten” mit Jens Harders Zeichnungen im Naturkundemuseum Karlsruhe, die vom 3. Dezember 2009 bis zum 7. März 2010 zu sehen war. Mit den Bänden Beta und Gamma sind darüber hinaus bereits Fortsetzungen der Trilogie in Arbeit, die dann die menschliche Zivilisationsgeschichte zum Thema haben werden. 2011 erhielt er für Alpha auch den Hans-Meid-Preis für Buchillustration.

Kritiken

Alpha und Beta

„Es ist der ehrgeizigste Comic der Welt, und er entsteht in Berlin: Jens Harder zeichnet die Geschichte der Menschheit vom Urknall bis zur Gegenwart. Für den ersten Band »Alpha«, der 14 Milliarden Jahre abbildet und mit dem Erscheinen des Menschen im Holozän endet, brauchte der Künstler fünf Jahre. Jetzt arbeitet er an »Beta« und ist gerade am Beginn der Religion angekommen.“

Evelyn Finger: Am Anfang war die Sonne, in: Die Zeit vom 27. Dezember 2012, S. 56.[4]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Jens Harder bei BiblioMonde.com (Französisch)
  2. Artikel zur Verleihung des e.o.plauen-Förderpreises an Jens Harder
  3. Erlanger Comic-Salon 2010: Die Entscheidungen zu den Max & Moritz-Preisvergaben. Abgerufen am 22. Oktober 2013
  4. http://www.zeit.de/2013/01/Glauben-Jens-Harder-Comic


 Commons: Jens Harder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Jens Harder aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.