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Meir Schapira

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Meir Schapira

Meir Schapira (auch Meir Shapiro; geb. 3. März 1887; gest. 27. Oktober 1933 - Jahrzeit 7. Cheschwan) war ein bekannter chassidischer Rabbiner und Rosch Jeschiwa, auch bekannt als der Lubliner Rabbiner. Er ist bekannt für die Innovation des Daf haJomi-Studienprogramms im Jahre 1923 sowie für die Gründung der Chachmei Lublin Jeschiwa im Jahre 1930. Shapiro führte die Idee des Daf haJomi ein mit einer täglichen Untersuchungsportion des Babylonischen Talmuds. Rabbi Shapiro präsentierte seine Idee auf dem ersten Weltkongress der World Agudath Israel in Wien am 16. August 1923.[1] Der erste Zyklus des Daf Yomi begann am ersten Tag von Rosh Hashanah 5684 (11. September 1923).[1] [2]

Leben

Rabbiner Schapiro wurde 1887 in Suceava (jiddisch: Schotz) geboren, das damals zu Österreich-Ungarn gehörte. Er zeigte von frühester Kindheit an seine geniale Begabung zum Lernen und wurde durch seine Eltern von Privatlehrern früh gefördert. Sein Großvater mütterlicherseits war der Minchas Schai, Rabbiner Schmuel Schorr (1839-1902), mit dem er ab seiner Bar Mitzwa lernte, leider nur wenige Jahre bis zu dessen Tod. Auf Drängen des Chortkover Rebben (Rav Jisroel Friedman, 1854-1934), dessen Chossid er war, wurde er 1910 Rabbiner von Galina, nahe Lemberg. Dort stellte er seine hervorragenden Fähigkeiten als Erzieher und Organisator des Schulwesens unter Beweis, indem er u. a. die Jeschiwa Bne Tora eröffnete.

Seine 1923 präsentierte Idee des Daf Yomi – des täglichen Lernens desselben Blattes Gemora auf der ganzen Welt – und das damit verfolgte Ziel von Lernen und Achdus (jüdische Einheit) wurde zu einem überwältigenden Erfolg. Dadurch haben zwei Juden überall auf der Welt ein bedeutendes Thema des Lernens, das selbst Fremde miteinander verbindet. Nach etwa siebeneinhalb Jahren hat man so den kompletten Talmud durchgelernt und die ganze jüdische Welt feiert gemeinsam den Sijum HaSchas.

Das zweite große Projekt im Leben von Rabbiner Schapiro war die Gründung der Jeschiwa Chachme Lublin. Den Grundstein für das Gebäude legte der Chortkover Rebbe im Mai 1924 und nach unermüdlichem Bemühen Rabbiner Schapiros um Spenden konnte die Jeschiwa im Juni 1930 ihre Pforten öffnen. Es war ein grandioses Gebäude, wo auf höchstem Niveau die künftige chassidische Rabbinerelite möglichst sorgenfrei erzogen werden sollte. Das Aufnahmekriterium bestand im Beherrschen von 200 Blatt Gemora!

Im Herbst 1933 infizierte sich Rabbiner Schapiro mit der Grippe, an deren Folgen er im Alter von 46 Jahren innerhalb weniger Wochen starb.

Werke

  • Ohr HaMeir (1926)
  • Imrei Daas
  • Vortelach

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Shlomi, B. "A Brilliant Idea: Daf Yomi". Hamodia Magazine, 3 May 2012, pp. 18–20.
  2. Manny Saltiel: Gedolim Yahrtzeits: 7 Cheshvan. chinuch.org. 2012. Abgerufen am 10 June 2012.

Andere Wikis

Siehe auch


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