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Jehuda Glick

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Jehuda Glick

Jehuda Glick (יהודה גליק; geb. 20. November 1965) ist ein Einwanderer aus den USA und israelischer Rabbiner und Fremdenführer.

Beschreibung

Leben

Er wurde in den USA, als Sohn der US-Bürger Brenda und Shimon Glick geboren; die Familie wanderte im Rahmen der Aliyah nach Israel ein, als er noch ein Kind war.[1] Er ist Vorsitzender der HALIBA (הליב"ה) [2] (Akronym he: הַמֵיזָם לְחֹפֶשׁ יְהוּדִי בְּהַר הַבַּיִת; en:„ The project for Jewish freedom on the Temple Mount“[3])[4] [5] [6] einer Israelischen Dachorganisation, die einen freien Zugang zum Tempelberg fordert („to re-claim for Jews the basic civil rights of free access, free worship, and free congregation on the Temple Mount.“ [7]HALIBA nennt sich auch The Temple Mount Heritage Foundation [8]. Als dessen Vorsitzender vertritt Glick das "Menschenrecht" der Juden, auf dem Tempelberg beten zu dürfen. Zudem ist er Direktor des The Temple Institute (Machon HaMikdasch; he: מכון המקדש‎), einer Gruppe, die den Bau des Dritten Tempels auf ihrem angestammten Platz auf dem Tempelberg wünscht.[9][10][11][12]

Zudem fordert er die Beseitigung von Diskriminierungen gegenüber Frauen und Homosexuellen. Er wohnt in Otniel und ist Vater von 14 Kindern (nur vier davon sind seine leiblichen).

Aktivitäten

Ein mutmaßlich palästinensischer Attentäter soll in Jerusalem auf offener Straße am Abend des 29. Oktober 2014 im Vorbeifahren von einem Motorrad aus vier Schüsse auf Glick abgegeben haben. Es trafen ihn vier Kugeln in Hals, Brust, Bauch und Hand.

Glick arbeitete als Fremdenführer, wobei er den Touristen vor dem Mughrabi-Tor - dem einzigen Zugang für Touristen und Juden, die den heiligen Ort nur besuchen dürfen - von den unterirdischen archäologischen Schätzen unter dem Tempelberg berichtet („wie viel jüdische Geschichte sich unter dem drittheiligsten Ort des Islam versteckt“ [13] ). Glick bezeichnet auch die Art und Weise der Kontrolle vor dem Mughrabi-Tor als „Selektion“ [13] womit er diese Form der Trennung mit der Vorgehensweise der Trennung der Juden in den Konzentrationslagern vergleicht. Während christliche Touristen ohne Kontrolle die Tür rechts passieren dürfen, müssen Juden die linke Tür betreten, wobei „bis zur Unterhose “ [13] und „jedes Portemonnaie“ [13] durchsucht wird. Glick reichte deswegen erfolglos eine Klage vor dem Obersten Gerichtshof ein wobei er den Wortlaut einer Klage benutzte, die Araber gegen das Profiling im Flughafen in Tel Aviv erfolgreich benutzt hatten. Glick tauschte lediglich das Wort „Araber“ [13] mit „Juden“ [13] und „Flughafen“ [13] mit „Tempelberg“ [13] aus.

Durchschnittlich 16 Mal in der Woche hielt er Vorträge vor dem Tempelberg. Über 300 Rabbiner stimmen Glicks Ansicht zu, und wünschen eine jüdische Präsenz auf dem Tempelberg.

Bei seiner Arbeit wurde der jüdische Fremdenführer von lauten Rufen von „Allahu akbar!“ [13] (Gott ist groß) übertönt. Regelmäßig sei der israelische Fremdenführer dabei beschimpft, bespuckt worden. Muslimische Passanten riefen hinter seinem Rücken auf dem Tempelberg „Tod den Juden“ [13] . Glick nahm dies alles auf seiner Kamera auf, und legte es später der Polizei vor. Handgreiflichkeiten häuften sich. Nach einem Handgemenge im Sommer 2014 wurde ihm von der israelischen Polizei der Zugang zum Tempelberg verboten. Nach einem 53 Tage lang währenden Hungerstreik erlaubte ihm das Gericht, den Tempelberg zu besuchen.

Einzelnachweise

  1. Police brace for violence after right-wing activist shot in Jerusalem Read more: Police brace for violence after right-wing activist shot in Jerusalem. , Times of Israel, 30 Oktober 2014. Abgerufen am 16 November 2014. 
  2. http://www.haliba.org/en/
  3. Übersetzung für המיזם לחופש יהודי בהר הבית lautet The project for Jewish freedom on the Temple Mount auf www.morfix.co.il
  4. Giving your Heart to the Heart - Temple Mount Heritage Foundation. HaLibah, The Temple Mount Heritage Foundaiton. Abgerufen am 1 November 2014.
  5. Temple Mount Faithful: From the fringes to the mainstream. , Haaretz, 4 October 2014. Abgerufen am 31 October 2014. 
  6. One Man's Jewish Temple Mount Crusade. , The Forward, 18 November 2013. Abgerufen am 30 October 2014. 
  7. FundIsrael: HaLiba. Abgerufen am 30 October 2014.
  8. Wer ist Yehuda Glick und warum wurde auf ihn geschossen. , israelheute, 4 November 2014. Abgerufen am 16 November 2014. 
  9. Clashes in Jerusalem after shooting of rabbi. , Aljazeera, 30 Oktober 2014. Abgerufen am 16 November 2014. 
  10. Yehuda Glick Starts Hunger Strike. , Arutz Sheva, 4 November 2013. Abgerufen am 16 November 2014. 
  11. Why it matters that Jews are standing on the Temple Mount. , Christian Science Monitor. Abgerufen am 16 November 2014. 
  12. Right-Wing Israeli Activist Is Shot and Wounded in Jerusalem. , New York Times, 29 Oktober 2014. Abgerufen am 16 November 2014. 
  13. 13,0 13,1 13,2 13,3 13,4 13,5 13,6 13,7 13,8 13,9 Glick-ein-Extremist-mit-friedlichen-Methoden. , Die Welt, 30 Oktober 2014. Abgerufen am 16 November 2014. 

Weblinks

Andere Wikis


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