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Jeanne Blum

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Jeanne Blum (geb. 11. Februar 1899 in Paris[1] als Jeanne Levylier[2], auch Janot genannt[3]; gest. 3. Juli 1982 in Jouy-en-Josas[4] bei Paris) war eine französische Erzieherin, Schulgründerin und die letzte Ehefrau von Léon Blum, der mehrfach französischer Premierminister war.

Leben

Jeanne Blum wuchs in Paris auf. Mit 16 lernte sie ihren Großcousin Léon Blum kennen und verliebte sich in ihn. Seitdem verband beide eine Freundschaft.[5][6] 1919 heiratete sie jedoch den Rechtsanwalt Henry Torrès, mit dem sie zwei Kinder bekam. Die Ehe scheiterte jedoch. 1933 heiratete sie den Geschäftsmann Henri Reichenbach, der jedoch 1940 Suizid beging. Seit 1940 war sie die Mätresse von Léon Blum.[7][8][9]

Als Léon Blum, der ein führender Kopf des französischen Widerstandes war, von Pierre Laval 1943 nach dem Prozess von Riom (19. Februar 1942 bis 21. Mai 1943) nach Deutschland deportiert wurde und von Mai 1943 bis April 1945 im Falkenhof des KZ Buchenwald als prominenter „Ehrenhäftling“ interniert wurde,[10] folgte Jeanne 1943 Léon Blum freiwillig nach Buchenwald, wo sie ihn im selben Jahr in Gefangenheit noch heiratete.[11] Janot, wie sie von ihren Freunden genannt wurde,[12] war mit Léon Blum bis zu dessen Tod im Jahre 1950 verheiratet.

Nach der Befreiung von Paris ließ sich das Ehepaar Blum in Jouy-en-Josas in dem Haus nieder, das Jeanne 1938 gekauft hatte.[13]

Nach dem Tod von Léon Blum stellte Jeanne umfangreiche Forschungen an, um eine Kommunikations- und Ausdrucksmethode zu entwickeln, welche sie Horizontale Komplementarität nannte. Zu diesem Thema erschien 1980 ihre Arbeit L'homme collectif et evanescent.

1974 gründete Blum in Jouy-en-Josas die Ecole Jeanne Blum, eine Schule, auf welcher Schulabgänger und Erwachsene auf paramedizinische Berufe vorbereitet werden.[14][15] Ihre Methode der Horizontalen Komplementarität wird auch in der Ecole Jeanne Blum angewandt.[16]

Am 3. Juli 1982 beging Blum im Alter von 83 Jahren durch eine Überdosis an Medikamenten in ihrem Haus in Jouy-en-Josas bei Paris Suizid.[17] Jedoch nicht ohne zuvor zahlreiche Unterlagen verbrannt zu haben. Ihr Briefverkehr mit Léon Blum von 1940 bis 1943 blieb jedoch erhalten.[18]

Schriften

  • L'homme collectif et evanescent (1980/1982)[19][20]

Nachlass

Datei:Jouy-en-Josas Maison Blum.jpg
Das Wohnhaus des Ehepaares Blum in Jouy-en-Josas. Heute beherbergt es das Musée Blum.

Das Wohnhaus des Ehepaares Blum ist ebenfalls noch erhalten und kann seit 1986 als Museum besucht werden.[21]

Die École Jeanne Blum ist bis heute erhalten und feierte am 20. Juni 2014 ihren 40. Geburtstag.[22]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Kurzbiographie von Jeanne Blum. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  2. Le dernier amour de Léon Blum. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  3. Janot Blum, une vie choisie. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  4. Janot Blum, une vie choisie. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  5. Janot Blum, une vie choisie. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  6. Le dernier amour de Léon Blum. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  7. Janot Blum, une vie choisie. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  8. Le dernier amour de Léon Blum. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  9. Kurzbiographie von Jeanne Blum. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  10. Seite der Gedenkstätte Buchenwald. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  11. Le dernier amour de Léon Blum. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  12. Janot Blum, une vie choisie. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  13. Léon et Jeanne Blum. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  14. Ecole Jeanne Blum. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  15. Seite der Ecole Jeanne Blum. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  16. L'homme collectif et evanescent. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  17. Janot Blum, une vie choisie. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  18. Le dernier amour de Léon Blum. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  19. Seite der Ecole Jeanne Blum. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  20. Internetseite mit berühmten Bürgern von Jouy-en-Josas. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  21. Maison Blum. Abgerufen am 23. Juni 2014.
  22. Seite der Ecole Jeanne Blum. Abgerufen am 23. Juni 2014.


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Jeanne Blum aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.