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Jean-Baptist Feilen

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Jean-Baptist Feilen (geb. 29. Mai 1904; gest. nach 1979) war ein deutscher kommunistischer Bergmann (KPD/SED), Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, Häftling im KZ Buchenwald und Dezernatsleiter der Thüringer Landespolizei.

Leben

Feilen beteiligte sich in der Zeit der Weimarer Republik als Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) am Widerstand gegen den aufkommenden Nationalsozialismus. Nach der Machtübertragung an die NSDAP wurde er im Juni 1933 in „Schutzhaft“ genommen und in das KZ Esterwegen überstellt. Nach seiner Freilassung betätigte er sich weiter im illegalen Widerstand, wurde 1934 erneut verhaftet und zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Danach wurde er in das KZ Lichtenburg überführt und kam mit seiner Eröffnung 1937 als Häftling in das KZ Buchenwald, wo er dem Wäscherei-Kommando zugeteilt wurde. Er musste im Lager Prügel-Exzesse auf dem Prügelbock durchstehen. Nach einiger Zeit wurde er zum Kapo ernannt. In dieser Funktion beteiligte er sich am Häftlingswiderstand und half dabei, zahlreichen Häftlingen das Leben zu retten.[1]

Wie Feilen den regelmäßigen Kontakt zur Internationalen Militär-Organisation (IMO) wahrnahm, so spielte er auch bei der Organisierung der Selbstbefreiung des Lagers im April 1945 eine aktive Rolle.

Den ersten Bericht über seine offizielle Tätigkeit als Leiter der Wäschekammer und seine illegale Widerstandsarbeit gab er bereits 1945 zu Protokoll, ein weiterer Bericht folgte im Jahre 1979.

Als die NS-Herrschaft beseitigt war, nahm Feilen bis 1949 verschiedene Funktionen im Thüringer Polizeiapparat wahr, zuletzt als Leiter der K5 (politische und andere Straftaten).[2] Später wechselte er als Leiter in Einrichtungen der DDR-Volkswirtschaft.

Literatur

Einzelnachweise

  1. http://bda-koepenick.de/verfolgte/Jean-Baptist%20Feilen
  2. http://www.einschluss.de/pdf/politpolizeiundhaft1945bis50.pdf Abgerufen am 20. Juni 2011


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