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Jan Süselbeck

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Jan Süselbeck (geboren 1972 in Viersen) ist ein deutscher Literaturwissenschaftler und Hochschullehrer. Er ist seit 2005 Redaktionsleiter der Zeitschrift literaturkritik.de und seit 2015 Professor für Germanistik an der University of Calgary.

Leben

Jugend und Studium

Süselbeck wuchs als Sohn eines evangelischen Pfarrers im Saarland und am Niederrhein auf und legte sein Abitur an der Deutschen Schule in Barcelona ab. Das Studium der Neueren Deutsche Literatur, Neueren Geschichte sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft an der Freien Universität Berlin schloss er mit einer Magisterarbeit bei Horst Denkler über Arno Schmidts kritische Auseinandersetzung mit Gustav Frenssen ab. 2004 wurde er als Stipendiat der Arno Schmidt Stiftung an der FU bei Peter Sprengel mit einer Arbeit über Zeitkritik bei Arno Schmidt und Thomas Bernhard promoviert.[1]

Akademische Karriere

Ab 2005 war Süselbeck wissenschaftlicher Mitarbeiter von Thomas Anz an der Philipps-Universität Marburg. 2009 erhielt er dort eine Vertretungsprofessur für Neuere Deutsche Literatur. 2012 habilitierte sich Süselbeck in Marburg mit einer Studie zu den emotionalen Effekten literarischer und audiovisueller Kriegsdarstellungen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert. Mit einem Habilitationscolloquium zum Thema des Literarischen Antisemitismus bei Gustav Freytag und Wilhelm Raabe erhielt Süselbeck dort die venia legendi für Neuere deutsche Literatur. Nach seiner Antrittsvorlesung mit dem Titel "Zwischen Intertextualität und Plagiarismus. Literarische Antworten auf Fragen der Originalität seit 1990" erlangte Süselbeck am 11. Juli 2012 den akademischen Grad eines Privatdozenten an der Philipps-Universität Marburg. Ab Mai 2012 war er zusätzlich als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Siegen angestellt, wo er im Wintersemester 2013/2014 eine Vertretungsprofessur für Neuere deutsche Philologie sowie Medien- und Kulturwissenschaft innehatte. Zudem wurde Süselbeck im Sommersemester 2012 als Gastdozent des Graduiertenkollegs "Generationengeschichte. Generationelle Dynamik und historischer Wandel im 19. und 20. Jahrhundert" an die Georg-August-Universität Göttingen eingeladen. Nach weiteren Stationen als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrbeauftragter bzw. Privatdozent in Marburg und Siegen wurde er im September 2015 als Associate Professor of German Studies auf eine vom Deutschen Akademischen Austauschdienst geförderten Stelle der University of Calgary in Alberta, Kanada berufen.[1] . Für das akademische Jahr 2016/2017 erhielt Süselbeck ein Junior Fellowship im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald.

Süselbecks Forschungsschwerpunkte sind Emotionsforschung, Repräsentationen des Krieges, Literarischer Antisemitismus, Literatur nach Auschwitz, Generation Studies, Gegenwartsliteratur, Literaturvermittlung in den Medien, Film- und Theaterwissenschaft.[2]

Publizistisches Wirken

Parallel zu Studium und akademischer Karriere war er anfangs in der Öffentlichkeitsarbeit für den Verbrecher Verlag sowie als Lektor und freier Journalist in Berlin tätig. Seit 2005 ist er Redaktionsleiter der Zeitschrift literaturkritik.de.[1]

Veröffentlichungen

  • Jörg Schuster / Jan Süselbeck / Kevin Vennemann (Hrsg.): Ich habe sie gesammelt, die unmöglichen Orte. Literarische Topographien der Gegenwart. Göttingen: Wallstein Verlag 2015 (= die horen. Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik. 66. Jahrgang, Ausgabe 257).
  • Jan Süselbeck (Hrsg.): Familiengefühle. Generationengeschichte und NS-Erinnerung in den Medien. Berlin: Verbrecher Verlag 2014.
  • Jan Süselbeck: Im Angesicht der Grausamkeit. Emotionale Effekte literarischer und audiovisueller Kriegsdarstellungen vom 19. bis zum 21. Jahrhundert. Göttingen: Wallstein Verlag 2013.
  • Søren Fauth / Kasper Green Krejberg / Jan Süselbeck (Hrsg.): Repräsentationen des Krieges. Emotionalisierungsstrategien in der Literatur und in den audiovisuellen Medien vom 18. bis zum 21. Jahrhundert. Göttingen: Wallstein Verlag 2012.
  • Andrea Geier und Jan Süselbeck (Hrsg.): Konkurrenzen, Konflikte, Kontinuitäten. Generationenfragen in der Literatur seit 1990. Göttingen: Wallstein Verlag 2009.
  • Jan Süselbeck: Das Gelächter der Atheisten. Zeitkritik bei Arno Schmidt und Thomas Bernhard. Basel, Frankfurt am Main: Stroemfeld 2006.
  • Jan Süselbeck: „Arse=tillery + Säcksualität“. Arno Schmidts kritische Auseinandersetzung mit Gustav Frenssen. Bielefeld: Aisthesis Verlag 2001.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Kurzbiografie im Internetauftritt der Universität Marburg, eingesehen am 4. November 2016
  2. Profil bei Perlentaucher.de, eingesehen am 4. November 2016

Weblinks


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Jan Süselbeck aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.