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James Herriot

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James Herriots ehemalige Praxis in Thirsk

James Herriot (geb. 3. Oktober 1916 in Roker, Sunderland; gest. 23. Februar 1995 in Thirsk, Nordengland), mit bürgerlichem Namen James Alfred Wight, war ein englischer Tierarzt und Schriftsteller.

Leben

James Herriot wurde am 3. Oktober 1916 in Sunderland, England, als Sohn von James Henry Wight und Hannah Bell Wight geboren. Der Vater war Schiffsschlosser und Musiker, die Mutter eine professionelle Sängerin. Im Oktober zog die Familie nach Glasgow um. Wight besuchte die Yoker Primary School von 1921 bis 1928 und die Hillhead High School von 1928 bis 1933. Er studierte Veterinärmedizin und graduierte 1939 am Veterinärmedizinischen College in Glasgow. Ab 1940 praktizierte er bei J. Donald Sinclair in Yorkshire. Die Hochzeit mit Joan Catherine fand am 5. November 1941 in Danbury statt. Von 1941 bis 1943 diente Wight in der Royal Air Force. Am 13. Februar 1943 wurde sein Sohn James Alexander Wight geboren, der später die väterliche Praxis übernahm. Die Tochter Rosemary wurde am 9. Mai 1947 geboren; sie ist heute Ärztin. 1961 begleitete Wight als Tierarzt einen Schafstransport in die damalige UdSSR. 1963 folgte ein Rindertransport nach Istanbul.

1966 begann Wight, unter dem Pseudonym James Herriot Bücher zu schreiben. Sein erstes Buch, Der Doktor und das liebe Vieh (If Only They Could Talk), erschien 1970 und 1972 in einem Sammelband unter dem Titel All Creatures Great and Small. Das Buch wurde 1974 mit Simon Ward in der Titelrolle und Sir Anthony Hopkins als Siegfried Farnon verfilmt. 1978 begann die BBC mit der Verfilmung des Buches als TV-Serie. Die Serie wurde ab 1979 auch im deutschen Fernsehen ausgestrahlt und machte „James Herriot“ auch hier sehr bekannt.

1975 erhielt Wight den „American Veterinary Medical Association’s Award of Appreciation“.

1992 wurde bei Wight Prostatakrebs diagnostiziert und er begab sich in Behandlung in das Lambert Memorial Hospital in Thirsk. Er starb am 23. Februar 1995, 78 Jahre alt, in seinem Haus in Thirlby.

In Thirsk befindet sich ein Museum mit Erinnerungen „The World of James Herriot“ in seiner ehemaligen Praxis 23 Kirkgate. Die Gegend, gelegen zwischen dem North York Moors National Park im Osten und dem Yorkshire Dales National Park im Westen, wird mittlerweile auch Herriot Country genannt.

Werke

Herriots Erzählungen sind im Deutschen in der Regel nicht in den Zusammenstellungen der englischen Originalausgaben erschienen sondern neu kombiniert worden. Viele Erzählungen Herriots, darunter auch eine Reihe Kinderbücher, sind bis heute nicht übersetzt worden.

  • Der Doktor und das liebe Vieh (1979) – Auswahl aus den Originalwerken: If Only They Could Talk (1970), It Shouldn´t Happen to a Vet (1972) und Let Sleeping Vets Lie (1973)
  • Der Tierarzt (1980) – Auswahl aus den Originalwerken: Let Sleeping Vets Lie und Vet in Harness (1974)
  • Der Tierarzt kommt (1982) – Auswahl aus dem Originalwerk: The Lord God Made Them All (1981)
  • Ein jegliches nach seiner Art (1996) – Übersetzung von: Every Living Thing (1992)
  • Auf den Hund gekommen: Zehn tierische Geschichten (2000) – Übersetzung von: James Herriot's Favourite Dog Stories (1995)
  • Alles für die Katz: Zehn schnurrige Geschichten (2001) – Übersetzung von: James Herriot's Cat Stories (1994)
  • Dr. James Herriot, Tierarzt (1976)

Herkunft des Pseudonyms James Herriot

Da es laut der Satzung des Royal College of Veterinary verboten war, für sich selbst Werbung zu machen, musste Alf Wight sich ein Pseudonym zulegen[1]. Sein erstes Buch wurde unter dem Namen „James Walsh“ veröffentlicht. Diesen Namen musste Wight erneut ändern, da bereits ein registrierter Tierarzt diesen Namen trug. Der Name James Herriot fiel James Alfred Wight ein, als er im Fernsehen ein Fußballspiel zwischen Birmingham City und Manchester United sah. Der Torwart von Birmingham City trug den Namen Jim Herriot. Nachdem sich herausstellte, dass im Tierärzteregister kein Arzt unter diesem Namen eingetragen war, legte sich Wight das Pseudonym James Herriot zu. Jim Herriot erfuhr von dieser Sache erst 1988 durch einen Zeitungsartikel.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Herkunft des Pseudonyms James Herriot

Weblinks


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