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Jakob Plaut

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Jakob Plaut (geb. 11. Januar 1817 in Nordhausen; gest. 4. Februar 1902 in Nizza) war ein deutsch-jüdischer Bankier und Ehrenbürger der Stadt Nordhausen.

Leben

Jakob Plaut wurde als Sohn des jüdischen Bankiers Herz Cusel Plaut (1785–1837) und Caroline, geb. Bach, geboren. Von 1823 bis 1829 besuchte er das Nordhäuser Gymnasium und wurde daneben vom jüdischen Gemeindelehrer Havelland in Geschichte, Hebräisch und Religion unterrichtet. In Leipzig machte er eine Lehre im Bankhaus Becker & Co. Zur selben Zeit besuchte er eine Handelslehranstalt. Nach der Lehre kehrte er in seine Heimatstadt Nordhausen zurück und arbeitet zusammen mit seinem Bruder Moritz (1822–1910) im väterlichen Bankgeschäft, die 1852 von der Firma Bach und Fränkel übernommen wurde. Die Brüder gründeten neue Bankhäuser in Leipzig und Berlin. Plaut lebte seit den 1860er Jahren als Vegetarier und unternahm zahlreiche Reisen in Europa. In den 1870er Jahren siedelte die Familie nach Berlin.

1879 wurde der Plaut-Stift gegründet, ein Altersheim in Nordhausen, das bei den Luftangriffen auf die Stadt 1945 zerstört wurde. Zudem schenkten die Brüder Gustav, Jakob und Moritz der Stadt große Geldbeträge zu wohltätigen Zwecken. Die Hälfte der Zinsen bekam die jüdische Gemeinde von Nordhausen und die andere Hälfte die Ortsarme. Zusammen mit seinem Bruder Moritz wurden sie zu Ehrenbürgern der Stadt ernannt.

Plaut verstarb am 4. Februar 1902 in Nizza.

Die Jakob-Plaut-Stiftung unterstützte 1905 u. a. den Aufbau der Volksbücherei Nordhausen, die 1907 den Namen „Jacob-Plaut-Volksbücherei“ erhielt. Heute tragen in Nordhausen eine Straße sowie eine Treppe den Namen Jakob Plaut.

Literatur

  • Nordhäuser Persönlichkeiten aus elf Jahrhunderten. Horb am Neckar, 2009. ISBN 9783865953360

Weblinks


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