Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Jakub Egit

Aus Jewiki
(Weitergeleitet von Jakob Egit)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Jakub Egit (hebr. ‏יעקב עגיט‎‎, geb. 1908; gest. 1990[1]) war ein polnisch jüdischer Politiker.

Geschichte

Im Jahre 1945 begann Egit ein Projekt um 50 000 Juden in die Stadt Dzierżoniów (ehemals Reichenbach) umzusiedeln, einer der Gebiete, die im Zuge der Westverschiebung Polens erworben wurde.Seine Beweggründe waren eine „genaue Wiedergutmachung und Gerechtigkeit indem frühere deutsche Siedlungen in jüdische gemacht werden“ („exact retribution and justice by making the former German territory a Jewish settlement“).

Jakub Egit sagte als Präsident des WKŻ – Wojewódzki komitet Żydów (Woiwodschaftskomitée der Juden) Niederschlesien: „Meine Absicht war es eine jiddische Siedlung in Niederschlesien zu gründen“ („My intention was to establish a Yiddisch Yischuv in Lower Silesia“).[2] Das Siedlungsprojekt Egits wurde durch das CKŻP – Centralny Komitet Żydów w Polsce (Zentralkomitee der Juden in Polen), das die Ansiedlung von erwarteten 100 000 so genannten repatriierten Juden aus der Sowjetunion in Niederschlesien beabsichtigte, unterstützt.

Auch die sowjetischen Kommunisten unterstützen Egits Plan indem sie eine Gruppe KZ-Überlebender dort ansiedelten, mit der Errichtung jüdischer Schulen, Krankenhäusern, Waisenhäuser und Verlagshaus in Wrocław. Im Jahre 1948, nach der Staatsgründung Israels zogen die Kommunisten ihre Unterstützung zurück. Egit wurde inhaftiert und die meisten Bürger Dzierżoniów wanderten nach Israel aus.

Er war der Autor des J'idysz Buch in Warschau. 1957 wanderte er nach Kanada aus. 1991, publizierte er seine Autobiographie Grand Illusion.

Einzelnachweise

  1. August Grabski: Działalność komunistyczna wśród Żydów w Polsce (1944-1949) (Polish). Warschau: Jewish Historical Institute 2004
  2. Ramona Bräu: „Arisierung“ in Breslau - Die „Entjudung“ einer deutschen Großstadt und deren Entdeckung im polnischen Erinnerungsdiskurs. VDM Verlag Dr. Müller, Saarbrücken 2008, ISBN 978-3-8364-5958-7, S. 103–109. (2 Die Utopie der Revitalisierung – Wiedergeburt und Fall der jüdischen Gemeinde Wroclaw 1945–1968)

Literatur

Andere Wikis


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Jakub Egit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.