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Jacob Nachod

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Jacob Nachod (geb. 22. März 1814 in Dresden; gest. 11. April 1882 in Leipzig) war ein deutscher Bankier und Philanthrop.

Leben

Jacob Nachod besuchte nach dem Tod seines Vaters von 1826 bis 1829 die Samson-Schule in Wolfenbüttel. Bei seinem Bruder, einem späteren Professor in Edinburgh, lernte er moderne Sprachen. 1830 trat er in das Bankhaus Meyer & Co ein. Er heiratete Johanna Meyer aus Dresden, aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor. Alexander starb 1870, Fritz Nachod wurde später Kaufmann und – wie sein Vater – Vizekonsul in Leipzig.

1839 wurde er Partner im Handelshaus Knaut & Storrow in Leipzig und machte dort in kurzer Zeit Karriere. 1852 wurde er Teilhaber der Firma, die anschließend als Knauth, Nachod & Kühne firmierte. [1] Sie galt als eines der wichtigen Im- und Exporthäuser im Handel mit Nordamerika und betrieb ein eigenes Bankgeschäft. [2] Im Jahr 1844 begründete er die Gesellschaft der Freunde in Leipzig. Aus ihr ging 1846 die Religionsgemeinde hervor, in deren Leitung er bis zu seinem Tod tätig war.

Er war auch Mitbegründer des Deutsch-Israelitischen Gemeindebunds und von 1873 bis 1882 dessen Präsident. Daneben war er der Begründer zahlreicher jüdischer und interkonfessioneller Stiftungen.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Isaac Landman, Simon Cohen: The Universal Jewish encyclopedia: an authoritative and popular presentation of Jews and Judaism since the earliest times, Band 8, Verlag The Universal Jewish encyclopedia,1942, S. 80
  2. Simone Lässig: Jüdische Wege ins Bürgertum, Vandenhoeck & Ruprecht, 2004 ISBN 978-3-52536840-4, S. 653

Andere Wikis


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