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Juden in der Alternative für Deutschland

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Logo der JAfD
Bild von der Vorstandswahl der JAfD vom 27. Juni 2021 in Bamberg. Der bisherige stellv. Vorsitzende Artur Abramovych (Mitte, mit Krawatte) wurde einstimmig bei einer Enthaltung zum neuen Bundesvorsitzenden gewählt. Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wurden gewählt: Marcel Goldhammer, LV Rheinland-Pfalz (stellvertretender Vorsitzender, 4. v. r.); Marcel Hirsch, LV Berlin (stellvertretender Vorsitzender; 5. v. r.); Dimitri Schulz MdL, KV Wiesbaden (Schatzmeister, ganz links) und Michael Zawodchikov, LV Berlin (Beisitzer; 2. v. l., mit Sonnenbrille). -- Vera Kosova, Wolfgang Fuhl und Emanuel Bernhard Krauskopf waren nicht mehr zur Wahl angetreten.
Der am 22. September 2019 in Heidelberg (Schlosshotel Molkenkur) für zwei Jahre gewählte Vorstand der JAfD (v.l.n.r.): Emanuel Bernhard Krauskopf, Dr. Stefan Pincus, Josef Kanewski, Artur Abramovych, Dr. Vera Kosova, Wolfgang Fuhl und Marcel Hirsch. In den Händen halten sie das zu diesem Anlass vorgestellte, im GHV-Verlag erschienene Buch Was Juden zur AfD treibt. Neues Judentum und neuer Konservatismus. Jüdische Stimmen aus Deutschland.
Der Gründungs-Vorstand der JAfD, wie er am 7. Oktober 2018 in Wiesbaden gewählt wurde und im Wesentlichen bis September 2019 im Amt blieb (v.l.n.r.): Artur Abramovych, Josef Kanewski, Emanuel Bernhard Krauskopf, Vera Kosova, Simone Schermann[1], Leon Hakobian, Wolfgang Fuhl (Aufnahme vom 7. Oktober 2018)
Einige der Gründungsmitglieder (darunter Artur Abramovych, Michael Kühntopf, Wolfgang Fuhl und Dimitri Schulz) auf der Bühne gegen Ende der Veranstaltung am 7. Oktober 2018. Am Morgen fanden Aussprache, Beratung und definitive Gründung des Vereins statt, ab 15.00 Uhr die Pressekonferenz mit 50 akkreditierten Journalisten aus aller Welt, ca. eineinhalb Stunden später gab es Grussworte und Festvorträge. Ansprachen hielten neben vielen anderen Erika Steinbach, Petr Bystron, Michael Klonovsky, Thomas Seitz, Thomas Röckemann, Jörg Meuthen per Videobotschaft und Beatrix von Storch.

Die Bundesvereinigung Juden in der Alternative für Deutschland e. V. (JAfD), gegründet am 7. Oktober 2018 in Wiesbaden-Erbenheim[2] von neunzehn Gründungsmitgliedern, ist ein Zusammenschluss innerhalb der Partei AfD. Der Vereinssitz ist Berlin.

Präambel

Die in der Vereinssatzung festgelegte Präambel der Bundesvereinigung Juden in der Alternative für Deutschland lautet:

„Die JAfD vertritt die politischen, sozialen und kulturellen Interessen der Juden in der Partei 'Alternative für Deutschland' (in der Satzung kurz: AfD). Sie hat das Ziel, die Umsetzung wertkonservativer Politik zusammen mit anderen Gruppierungen innerhalb und außerhalb der AfD zu fördern.

Es ist Ziel der JAfD, die abendländisch-jüdisch-christlichen Kulturtraditionen Deutschlands und Europas zu stärken. Die JAfD legt besonderen Wert darauf, jenen Teil der Aufklärungstraditionen, welche den modernen Rechtsstaat, die Trennung von Kirche und Staat und die modernen Natur- und Technikwissenschaften und die moderne Wirtschaft hervorgebracht haben, zu stärken. Besonders wichtig für die JAfD sind Freiheit und Selbstbestimmung des Individuums. Wir sind der Auffassung, dass dies nur in einer demokratisch verfassten Grundordnung gesichert werden kann. Nur mit diesen Traditionen werden Sicherheit und Freiheit und Wohlstand Deutschlands eine Zukunft haben

Die Mitglieder der JAfD sind davon überzeugt, dass das Sicherheitsinteresse der Juden sowohl in Deutschland als auch anderswo nur gewährleistet wird, sofern eine Politik umgesetzt wird, wie sie im Programm der AfD gefordert wird. Eine Masseneinwanderung aus dem islamischen Kulturkreis und die Finanzierung islamischen Terrors, mitunter über den Umweg der UNRWA, stellen eine Gefahr nicht nur für jüdisches Leben dar.“

Vereinszweck

Zum Vereinszweck äusserte sich Wolfgang Fuhl:

  • Am 8. Oktober 2018 in der Zeitung "Die Oberbadische": „Wir wollen innerparteilich und nach außen unsere jüdischen und israelitischen Erfahrungen einbringen. Außerdem wollen wir unsere jüdisch-christlichen und abendländischen Wurzeln verdeutlichen sowie unser wertkonservatives Weltbild transportieren.“
  • Am 10. Oktober 2018 in der Zeitung "Tagespost": „Wir wollen inner- und außerparteilicher Ansprechpartner für alle Bereiche jüdischen Lebens in Deutschland, Israel-Politik, jüdische Geschichte/Antisemitismus sein. Wir wollen mit Expertisen, Vorträgen, Stellungnahmen und Resolutionen unser Wissen teilen.“

... und Vera Kosova:

  • Am 11. Oktober 2018 gegenüber "RP Online" und in den "Badischen Neuesten Nachrichten": "Wir sind ein politischer Verein, parteinah, aber unabhängig. Die Fokussierung auf eine Gruppe wie die Juden hilft, die Partei weiter zu professionalisieren. Wir erarbeiten judenspezifische Themen, gewinnen dabei Expertise und werden zu Ansprechpartnern bei entsprechenden Fragen. Die JAfD ist jedenfalls nichts Außergewöhnliches."

... und Dimitri Schulz:

  • Am 16. Oktober 2018 gegenüber Sputnik: Der Arbeitskreis JAfD wolle sich besonders mit jüdischen Fragen befassen. „Dazu zählt der Kampf gegen jede Form des Antisemitismus, der Erhalt jüdischen Lebens in Deutschland und Europa, der Kampf für eine Gleichbehandlung Israels in der Berichterstattung der Medien und in internationalen Organisationen.“

Grundsatzerklärung

Am 24. November 2018 verabschiedete die JAfD ihre Grundsatzerklärung mit Statements zu folgenden Themen:

  • Muslimischer Antisemitismus
  • Linker Antizionismus
  • Die ethischen Grundsätze des Judentums
  • Das Abendland und die Judenheit
  • Politisches Sprachrohr anstelle institutioneller Vertretung mit sinkender Legitimation

Die Erklärung im Detail: Grundsatzerklärung der Bundesvereinigung Juden in der Alternative für Deutschland (JAfD)

Arbeitsprogramm

Am 14. November 2018 wurde ein vorläufiges Arbeitsprogramm von den Mitgliedern ausgearbeitet, abgestimmt und verabschiedet.

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Siehe auch

Standpunkte

Zum neuerlichen Aufruf des »Zentralrats der Juden in Deutschland« und weiterer jüdischer Verbände gegen die AfD erklärt Artur Abramovych, Vorsitzender der Bundesvereinigung Juden in der AfD:

„Es überrascht nicht, dass der Zentralrat sowie Verbände, die unter seinem Einfluss stehen, wie schon im Vorfeld der letzten Bundestagswahl, gegen die AfD Stellung beziehen. Die Verantwortlichen an der Spitze des Zentralrats können sich ein solches Verhalten nur deswegen erlauben, weil sie durch die undemokratische Struktur ihrer Organisation intern keinen Widerstand befürchten müssen. Die Basis in den jüdischen Gemeinden denkt völlig anders. Sie hält den linken und muslimischen Antisemitismus für weitaus gefährlicher als den beispielsweise sicherlich geschmacklosen, aber letztendlich nur vereinzelten Missbrauch des gelben Sterns auf Corona-Skeptiker-Demonstrationen. Der Aufruf des Zentralrats ist somit reine Augenwischerei. Den Juden in Deutschland ist damit mitnichten gedient.“

Dimitri Schulz MdL, antisemitismuspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag und Vorstandsmitglied der Juden in der AfD, ergänzt:

„Bezeichnenderweise haben an diesem Aufruf praktisch nur jüdische Organisationen teilgenommen, die vom Staat finanziert werden. Unabhängige jüdische Organe wie die Monatszeitung „Jüdische Rundschau“ und konservative jüdische Verbände wie Chabad Deutschland sind nicht vertreten, und das ist auch kein Wunder. Denn es liegt nicht im Interesse der Juden in Deutschland, dass die etablierten Parteien ihre oftmals israelfeindliche Politik ohne jedwede ernstzunehmende Opposition durchboxen können. Die AfD ist die einzige Partei in Deutschland, die diese Politik wirklich kritisiert.“

Die Stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Beatrix von Storch:

„Mit Initiativen u.a. für das Verbot der Hisbollah, der antisemitischen BDS-Bewegung, zur Abschaffung der diskriminierenden Kennzeichnungspflicht jüdischer Produkte aus dem Westjordanland, hat die AfD mehr für den Schutz jüdischen Lebens getan als jede andere Partei im deutschen Bundestag. Wir rechnen daher bei jüdischen Wählern mit einem starken Zuspruch für die AfD und daran wird auch der vor der Wahl lancierte Aufruf von Funktionären wenig ändern.“

Weblinks (Auswahl)

Die Weblinks sind chronologisch sortiert

Andere Wikis

Einzelnachweise und Fussnoten

  1. Vorstand/Schriftführer vom 7. Oktober 2018 bis 29. November 2018; Rücktritt und Austritt wegen inhaltlicher Differenzen
  2. Als ursprünglicher Versammlungsort war eine Pizzeria in Offenbach vorgesehen, deren jüdischer Inhaber sich aber nach massiven Drohungen, seinen Geschäftsbetrieb künftig zu stören, nach Bekanntwerden der genauen Adresse und dem bereits vor dem genannten Datum immer stärker werdenden Medieninteresse nicht mehr in der Lage sah, seine Räumlichkeiten, wie geplant, zur Verfügung zu stellen. Die JSUD verbreitete daraufhin in der Öffentlichkeit die Lüge, die Gründungsmitglieder der JAfD wären aus dem Restaurant "hinausgeworfen" worden.
  3. 3,0 3,1 3,2 »Zentralrat der Juden« diffamiert AfD im Wahlkampf: JAfD: »Israelfeindliche Politik nicht im Interesse der Juden in Deutschland«, Die Freie Welt am 9. September 2021

Siehe auch

Dieser Artikel / Artikelstub / diese Liste wurde in Jewiki verfasst und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Hauptautor des Artikels (siehe Autorenliste) war Michael Kühntopf. Weitere Artikel, an denen dieser Autor / diese Autorin maßgeblich beteiligt war: 2.649 Artikel (davon 1.524 in Jewiki angelegt und 1.125 aus Wikipedia übernommen). Bitte beachten Sie die Hinweise auf der Seite Jewiki:Statistik.