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Izzy Young

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Datei:Izzy Young.JPG
Izzy Young in seinem Geschäft, 2014

Izzy Young, Kurzname von Israel Goodman Young (* 26. März 1928 in Manhattan) ist ein US-amerikanisch-schwedischer Musikmanager für Folkmusik.

Leben

Izzy Youngs Eltern waren aus Polen eingewanderte Juden, die in der Bronx eine Bäckerei betrieben, in der auch er zu arbeiten begann.[1] Er gründete 1957 das Buch- und Schallplattengeschäft Folklore Center in der MacDougal Street in Manhattan, in dem man auch Instrumente und Gitarrensaiten kaufen konnte. In unmittelbarer Nachbarschaft wurde 1958 The Gaslight Cafe gegründet, in dem Young Auftritte der Greenwich Village Folkmusikszene organisierte. Der Laden war ein Treffpunkt und diente nach Bob Dylans Erinnerungen einigen Kunden auch als private Postadresse. Dylan wühlte sich dort durch einen Stapel von Noten zu sea shanties, Civil War songs, cowboy songs, song of lament, church house songs, anti-Jim Crow songs, union songs - archaic books of folk tales, Wobbly journals, propaganda pamphlets[2] und hörte sich durch die von Young für den Verkauf vorgehaltene Plattensammlung. Dylan traf bei Young auf Clarence Ashley, Gus Cannon, Mance Lipscomb, Tom Paley, Bruce Conforth und Erik Darling. Dave Van Ronk probierte im Folklore Center eine Gibson Gitarre aus. Young schrieb zehn Jahre lang die Kolumne „Frets and Frails“ im Magazin Sing Out!. Young gehörte 1961 zu denen, die der Stadt New York City nach dem „Beatnik Riot“ die Erlaubnis abtrotzten, im Washington Square Park öffentlich Musik zu machen.[2]

Young erhielt von Albert Grossman den Tipp, das erste öffentliche Konzert Bob Dylans am 4. November 1961 in einem Nebensaal der Carnegie Hall zu organisieren, der Raum kostete 60 Dollar, eine Eintrittskarte brachte 2 Dollar.[3] Es kamen 52 Hörer[2], und es war nicht der letzte finanzielle Flop für Young. Als die Folkmusik sich zunehmend entpolitisierte, griff Young dieses im Oktober 1965 in der Untergrundzeitschrift East Village Other auf und kritisierte Dylan und die anderen Grossman-Künstler, als diese eine Antivietnamkriegsdemonstration schwänzten. Positively 4th Street war als Dylans Retourkutsche möglicherweise an Izzy adressiert.[2]

Datei:Izzy Youngs Folklore Centrum in Stockholm 3.jpg
Schaufenster des Folklore Centrum in Stockolm

Young zog 1973 aus politischen und privaten Gründen nach Stockholm, wo 1974 seine Tochter, die Schauspielerin Philomène Grandin[4], geboren wurde. Er betreibt seither ohne ökonomischen Erfolg ein Ladengeschäft für Folkmusik in Stockholm und war Mitherausgeber der Zeitschrift Folket har aldrig segrat till fiendens musik. Seine Tagebuchaufzeichnungen verarbeitete er in verschiedenen Beiträgen zur Chronik der Greenwich Village-Folkmusikszene. In seiner Sammlung von Folkmusik befinden sich auch Autographen, die einen hohen Auktionspreis erzielen könnten.[1]

Anlässlich des Libanonkriegs 1982 schloss er sich der schwedischen Nahost-Friedensinitiative Judar för israelisk-palestinsk fred an.

Schriften (Auswahl)

  • Autobiography : the Bronx, 1928-1938. Fotografie David Gahr. Einleitung Moses Asch. New York : Folklore Center Press, 1969
  • One night stands : en square dance-kväll med : 25 enkla, fina, traditionella amerikanska danser med tips för ledare, beskrivningar, förklaringar och mychket annat. Stockholm : Israel G. Young : Distribution: Folklore Centrum, 1983
  • Scott Barretta: The conscience of the folk revival : the writings of Israel "Izzy" Young. Lanham, Md. : Scarecrow Press, 2013.

Literatur

Weblinks

 Commons: Izzy Young – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Jan Wiele: Mein Freund? Du hast Nerven, in: FAZ, 16. August 2014, S. 11
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Michael Gray: Izzy Young, in: The Bob Dylan Encyclopedia, 2006
  3. Bob Dylan's Carnegie Hall Debut: A Half Century Later, Plakat bei Carnegie Hall, 4. November 2011
  4. Philomène Grandin in der deutschen und englischen Version der Internet Movie Database


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Izzy Young aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.