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Iwanowo

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Dieser Artikel beschreibt die russische Stadt Iwanowo. Für die gleichnamige Stadt in Weißrussland, siehe Iwanawa. Für den gleichnamigen Ort in Bulgarien, siehe Iwanowo (Bulgarien).
Stadt
Iwanowo
Иваново
Flagge Wappen
Föderationskreis Zentralrussland
Region [[Vorlage:Info ISO-3166-2:RU-IVA]]
Stadtkreis Iwanowo
Oberhaupt Wjatscheslaw Swertschkow
Erste Erwähnung 1561
Stadt seit 1871
Fläche 105 km²
Höhe des Zentrums 120 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7)4932
Postleitzahl 153000–153048
Kfz-Kennzeichen 37, 137
OKATO 24 401
Website http://ivgoradm.ru/
Geographische Lage
Koordinaten 57° 0′ N, 40° 59′ O5740.983333333333120Koordinaten: 57° 0′ 0″ N, 40° 59′ 0″ O
Lage in Russland
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Liste der Städte in Russland

Iwanowo (russisch Ива́ново) ist eine russische Stadt in der Oblast Iwanowo. Sie liegt rund 250 km (Luftlinie) nordöstlich von Moskau und hat Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl RU-IVA Einwohner (Stand Vorlage:FormatDate: Ungültiger Wert ("0-0-0") für das Datum! Vorlage:FormatDate/Wartung/Error).[1]

Iwanowo
Klimadiagramm
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Temperatur in °C,  Niederschlag in mm
Quelle: Roshydromet
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Iwanowo
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) −8,2 −5,7 0,3 9,6 18,2 21,9 23,7 22,0 15,1 7,3 −0,4 −5,3 Ø 8,2
Min. Temperatur (°C) −15,9 −14,5 −8,6 0,0 5,9 9,9 12,5 10,6 5,9 0,8 −5,5 −11,8 Ø -0,9
Niederschlag (mm) 35 31 29 36 49 69 92 65 55 55 52 44 Σ 612
Regentage (d) 10 8 8 8 8 10 11 10 10 10 11 12 Σ 116
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Quelle: Roshydromet

Stadtgliederung

Stadtrajon
(Gorodskoi Rajon)
Russischer Name Einwohner
1. Januar 2006
Bemerkung
Frunsenski Фрунзенский 110.487 Name nach Michail Frunse
Leninski Ленинский 150.593 Name nach Lenin
Oktjabrski Октябрьский 87.790 Name von Oktjabr (Oktober, bezogen auf die Oktoberrevolution)
Sowetski Советский 64.198 Name bedeutet Sowjetischer Rajon

Quelle: Staatliches Statistikamt der Russischen Föderation

Geschichte

Die Stadt Iwanowo wurde 1561 das erste Mal urkundlich erwähnt, im 17. Jahrhundert hatte sie sich zu einer Handelsstadt entwickelt. Zar Peter der Große ordnete 1710 die Einrichtung von Textilbetrieben an und warb holländische Handwerker und Unternehmer zur Gründung von Manufakturen nach Iwanowo. 1825 existierten bereits 125 Manufakturen in und um Iwanowo. Mit der Eröffnung der ersten Textildruckfabrik 1787 und der Baumwollspinnerei 1838 entwickelte sich Iwanowo zu einem Zentrum der Textilindustrie und der Arbeiterbewegung und wurde russisches Manchester genannt. Nach der Vereinigung mit dem Dorf Wosnessenski Posad (Вознесенский Посад) hieß die Stadt 1871 bis 1932 Iwanowo-Wosnessensk (Иваново-Вознесенск). Die offizielle Vergabe der Stadtrechte erfolgte am 30. August 1873. Zu diesem Zeitpunkt lag die Einwohnerzahl bei etwa 11.000. Iwanowo gehörte zu den Zentren der Revolution von 1905, hier entstand der erste Arbeiterrat (Sowjet). In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager 324 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.[2] Schwer Erkrankte wurden im 30 km entfernten Kriegsgefangenenhospital 3840 in Schuja versorgt. Heute ist die Stadt Hauptstadt einer Oblast mit zahlreichen Verwaltungs- und Kulturinstitutionen. Wichtige Industriezweige sind immer noch die Textilindustrie, daneben die chemische Industrie und der Maschinenbau. Im Volksmund wird die Stadt auch „Город невест“ – „Stadt der Bräute“ – genannt, weil die Textilindustrie in ihrer Blütezeit viele junge Frauen als Arbeiterinnen angelockt hat. Die Stilllegung zahlreicher Betriebe der Textilindustrie in den 1990er Jahren führten die Stadt in eine langjährige wirtschaftliche Krise.

Bis heute befindet sich in Iwanowo das 1933 von der Internationalen Roten Hilfe gegründete „Internationale Kinderheim“ (Interdom). Zu seinem 70. Geburtstag entstand 2003 in Portugal der Dokumentarfilm Os Filhos de Ivanovo, der die Geschichte des solidarischen Heims und seiner internationalen Schüler zeigt, anhand des Portugiesen José Serra, der hier von 1968 bis zur Nelkenrevolution 1974 lebte. Auch der deutsche Film Interdom des irakischen Regisseurs Nasir Al-Jezairi aus dem Jahr 2006 beschäftigt sich mit der völkerverbindenden Einrichtung.[3]

Bevölkerungsentwicklung

Jahr Einwohner
1897 54.208
1959 335.161
1970 419.639
1979 464.526
1989 481.042
2002 431.721
2010 408.330

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten von Iwanowo zählen das Baumwollmuseum sowie das Kunstmuseum, in dem unter anderem zahlreiche Ikonenmalereien zu sehen sind. In der Stadt sind alle Kunstrichtungen von Barock bis zur Moderne zu finden. Besonders interessant ist die große Ansammlung von Gebäuden des Konstruktivismus, zu den sehr schönen Bauten dieser Zeit gehört das Operntheater der Stadt. Auch der Jugendstil ist in Iwanowo in sehr schönen Formen zu finden. Die Stadt war Sitz vieler adliger Familien und deswegen gibt es unzählige prächtige Paläste und Villen hier.

Weiterführende Bildungseinrichtungen

  • Staatliche Akademie für Architektur und Baukunst Iwanowo (ab ca. 2000)
  • Staatliche chemisch-technologische Universität Iwanowo
  • Staatliche Energetische Universität Iwanowo
  • Staatliche Landwirtschaftliche Akademie Iwanowo
  • Staatliche Medizinakademie Iwanowo
  • Staatliche Textilakademie Iwanowo
  • Staatliche Universität Iwanowo
  • Territorialfakultät der Nordöstlichen Akademie für Staatsdienst Iwanowo
  • Filiale der Staatlichen Handelsuniversität Moskau
  • Filiale des Institut für Unternehmertum und Recht Moskau

Städtepartnerschaften

Söhne und Töchter der Stadt

Einzelnachweise

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  2. Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962–1977.
  3. Seite des Films Interdom auf der Website des Internationalen Filmfestival Frankfurt, abgerufen am 14. Oktober 2013

Weblinks

 Commons: Iwanowo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Navigationsleiste Orte in der Oblast Iwanowo


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Iwanowo aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.