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Istrowka (Kaliningrad)

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Siedlung
Istrowka/Schaberau,
auch: Zargen

Истровка
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Kaliningrad
Gegründet um 1400 (Zargen)
Frühere Namen Schobern (nach 1297),
Skobern (um 1300),
Schobrow (vor 1394),
Skobraw (vor 1446),
Schaberau (bis 1946);
Sargen (vor 1446),
Zargen (bis 1946)
Zeitzone UTC+2
Telefonvorwahl (+7) 40159
Postleitzahl 238211
Kfz-Kennzeichen 39, 91
OKATO 27 206 810 008
Geographische Lage
Koordinaten 54° 39′ N, 21° 9′ O54.64473611111121.145077777778Koordinaten: 54° 38′ 41″ N, 21° 8′ 42″ O
Lage in Russland
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Lage in der Oblast Kaliningrad‎

Istrowka (russisch Истровка, deutsch Schaberau und Zargen, litauisch Skabarai und Skabris) ist der gemeinsame Name zweier ehemals eigenständiger Orte in der russischen Oblast Kaliningrad (Gebiet Königsberg (Preußen)). Zusammen gehören sie zur Sorinskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Sorino (Poppendorf)) im Rajon Gwardeisk (Kreis Tapiau).

Geographische Lage

Istrowka liegt drei Kilometer östlich der jetzigen Rajonshauptstadt Gwardeisk (Tapiau) und sieben Kilometer nordwestlich der einstigen Kreisstadt Snamensk (Wehlau) an der alten Trasse der russischen Fernstraße A 229 (ehemalige deutsche Reichsstraße 1). Die nächste Bahnstation ist Gwardeisk an der Bahnstrecke Kaliningrad–Nesterow (Königsberg – Stallupönen/Ebenrode) der früheren Preußischen Ostbahn.

Geschichte

Bis 1945

Istrowka/Schaberau

Das bis 1945 Schaberau[1] genannte Dorf fand 1297 seine erste urkundliche Erwähnung. Im Jahre 1874 wurde der Ort in den neu gebildeten Amtsbezirk Sanditten[2] (heute russisch: Lunino) eingegliedert, der zum Kreis Wehlau im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. 1910 leben in Schaberau 128 Menschen[3].

Am 1. November 1928 verlor Schaberau seine Eigenständigkeit, als es sich mit Polehnen (russisch: Wyborgskoje, nicht mehr existent) und Sanditten (Lunino) zur neuen Landgemeinde Sanditten zusammenschloss.

1945 kam Schaberau mit dem nördlichen Ostpreußen zur Sowjetunion und erhielt den russischen Namen „Istrowka“.

Istrowka/Zargen

Der vor 1945 Zargen[4] genannte Ort wurde um 1400 gegründet und war Vorwerk des Rittergutes Sanditten (heute russisch:Lunino), zu dessen Amtsbezirk[5] im Kreis Wehlau und Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen es gehörte.

Mit dem nördlichen Ostpreußen kam auch Zargen 1945 zur Sowjetunion und erhielt die russische Bezeichnung „Istrowka“.

Seit 1946

Im Jahre 1946 wurden die beiden bisher getrennt benannten Orte unter dem Ortsnamen Istrowka zusammengeführt. 1947 wurden beide Teile Istrowkas dem neu geschaffenen Rajon Gwardeisk (Kreis Tapiau) zugeordnet und in den Sorinski selski sowjet (Dorfsowjet Sorino (Poppendorf)) eingegliedert. Heute ist Istrowka aufgrund einer Struktur- und Verwaltungsreform[6] mit seinen derzeit Vorlage:Metadaten Einwohnerzahl RU-KGD Einwohnern (Stand: Vorlage:FormatDate: Ungültiger Wert ("0-0-0") für das Datum! Vorlage:FormatDate/Wartung/Error[7]) eine als „Siedlung“ (russisch: possjolok) charakterisierte Ortschaft innerhalb der neu formierten Sorinskoje selskoje posselenije (Landgemeinde Sorino) mit Sitz in Talpaki (Taplacken).

Kirche

Sowohl Schaberau als auch Zargen waren bis 1945 aufgrund ihrer fast ausnahmslos evangelischen Bevölkerung in das Kirchspiel der Kirche Grünhayn (russisch: Krasnaja Gorka, heute nicht mehr existent) eingepfarrt. Es gehörte zum Kirchenkreis Wehlau in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute liegt Istrowka im Einzugsbgebiet der evangelisch-lutherischen Gemeinde in der Stadt Gwardeisk (Tapiau), einer Filialgemeinde der Auferstehungskirche in Kaliningrad (Königsberg) in der Propstei Kaliningrad[8] der Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland.

Einzelnachweise

  1. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Schaberau
  2. Rolf Jehke, Amtsbezirk Sanditten
  3. Uli Schubert, Gemeindeverzeichnis, Landkreis Wehlau
  4. D. Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Zargen
  5. Rolf Jehke, Amtsbezirk Sanditten (wie oben)
  6. Nach dem Gesetz über die Zusammensetzung und Territorien der munizipalen Gebilde der Oblast Kaliningrad vom 25. Juni/1. Juli 2009, nebst Gesetz Nr. 502 vom 24. Februar 2005, präzisiert durch Gesetz Nr. 370 vom 1. Juli 2009
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  8. Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad

Weblinks

Vorlage:Navigationsleiste Sorinskoje selskoje posselenije


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