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Israelitische Religionsgesellschaft Zürich

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Die Israelitische Religionsgesellschaft Zürich (IRGZ)Adass Jeschurun Zürich – ist eine von zwei orthodoxen jüdischen Gemeinden in der Stadt Zürich.

Gemeinde

Die IRGZ hat etwa 350 Gemeindemitglieder und ist seit 1918 Mitglied des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes.

Sie wurde 1895 gegründet und gehörte zunächst zur Israelitischen Cultusgemeinde Zürich, bis sie sich drei Jahre später von dieser trennte. Die Israelitische Religionsgemeinschaft Zürich war von Anfang an den Grundsätzen der Neo-Orthodoxie verpflichtet, wie sie im 19. Jahrhundert von Samson Raphael Hirsch entwickelt wurden, und ist die einzige deutschsprachige Gemeinde, welche diese Richtung innerhalb des Judentums seit über einem Jahrhundert ununterbrochen vertritt. In der Liturgie richtet sie sich nach dem Rödelheimer Gebetsritus (Siddur Sfat Emet) und hält im Gottesdienst an der traditionell überlieferten deutsch-aschkenasischen Aussprache des Hebräischen fest. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kam es zu einer Einwanderungswelle von Juden aus Osteuropa, welche 1912 in Zürich die ebenfalls orthodoxe Gemeinde Agudas Achim gründeten. Nachdem die beiden Gemeinden sich zunächst voneinander abgrenzten, besteht seit den 1960er Jahren vor allem auf dem Gebiet der koscheren Verpflegung eine enge Zusammenarbeit.

Einrichtungen

Die IRGZ verfügt über eine eigene Synagoge an der Freigutstrasse im City-Quartier, die 1923/24 nach Plänen von Henauer und Witschi im Stil des Art déco erstellt wurde, und ein Gemeindehaus im Enge-Quartier, sodann einen Friedhof, der sich am östlichen Stadtrand von Zürich zwischen Binz und Witikon befindet.

Literatur

  • Guido Kleinberger: Zürichs Synagogen im 20. Jahrhundert, in: Kunst + Architektur 2/2005, S. 41–45.
  • Karin Huser: Synagoge der Israelitischen Religionsgemeinschaft (Zürich-Enge, 1924), in: Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich 74, 2007, S. 380 f.

Siehe auch

Weblinks


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