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Israelitische Gemeinde Basel

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Basler Synagoge
Theodor Herzl auf dem Balkon des Hotels drei Könige, Aufnahme von E. M. Lilien, vermutlich 1901

Die Israelitische Gemeinde Basel ist eine jüdische Einheitsgemeinde in Basel mit rund 2000 Mitgliedern.

Geschichte

Die heutige dritte Gemeinde besteht seit 1805, nachdem die erste jüdische Gemeinde, die sich bereits im 12. Jahrhundert gebildet hatte, im Basler Judenpogrom 1349 ausgelöscht wurde und sich die zweite Gemeinde 1397 aufgelöst hatte.

Auch ohne nennenswerte jüdische Präsenz florierte seit dem 15. Jahrhundert das hebräische Druckwesen und die hebräische Sprachwissenschaft unter Einfluss des Humanismus besonders auch in Basel (vgl. die diversen Johann Buxtorf).

In den 1860er-Jahren wurde die Basler Synagoge neben dem heutigen Gemeindehaus an der Leimenstrasse 24 gebaut, im Jahr 1903 wurde der Israelitische Friedhof Basel eingeweiht.

1897 fand in Basel der erste und wichtigste Zionistenkongress statt, nachdem das jüdische Establishment Münchens die Abhaltung in München erfolgreich verhindert hatte (vgl. Protestrabbiner). Mit Basel verbunden ist auch das so genannte Basler Programm, die ebenfalls 1897 beschlossene verbindliche Formulierung der zionistischen Forderungen, die 20 Jahre später wörtlich in die Balfour-Deklaration und schließlich in das Völkerbundsmandat für Palästina aufgenommen wurde.

Nach einer Volksabstimmung am 3. Dezember 1972 zur Änderung der Kantonsverfassung erhielt die Israelitische Gemeinde Basel als erste jüdische Gemeinde in der Schweiz die Anerkennung als öffentlich-rechtliche Körperschaft.

Literatur

  • Theodor Nordemann: Zur Geschichte der Juden in Basel: Jubiläumsschrift der Israelitischen Gemeinde Basel aus Anlass des 150jährigen Bestehens.
  • Jonathan Bodenheimer: 175 Jahre Israelitische Gemeinde Basel.
  • Heiko Haumann (Hrsg.): Acht Jahrhunderte Juden in Basel: 200 Jahre Israelitische Gemeinde Basel.

Weblinks


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