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Israelische Marine

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Datei:Naval Ensign of Israel.svg
Flagge der Israelischen Marine
Datei:IL NavyEmblem.jpg
Abzeichen der Israelischen Marine

Die Israelische Marine (hebräisch: חיל הים הישראלי; Cheil haJam haJisra'eli, englisch: Israeli Sea Corps, abgekürzt ISC) ist die Kriegsmarine Israels und mit rund 6.500 Angehörigen die kleinste Teilstreitkraft der Streitkräfte. Oberbefehlshaber ist Vizeadmiral (Aluf) Ram Rothberg.

Auftrag

Die Marine Israels sichert die territoriale Integrität zur See und stellt die Marinekomponente der israelischen Streitkräfte in den Haupteinsatzgebieten Mittelmeer im Westen und im Golf von Aqaba im Süden.

Siehe auch: Allgemeiner Auftrag der israelischen Streitkräfte

Organisation

Datei:Saar 5 INS Eilat and INS LAHAV.JPEG
INS Eilat und INS Lahaw, im Bau bei der Ingalls-Shipbuilding-Werft
Datei:INS Hetz.JPEG
INS Chetz, ein Schiff der Sa'ar-4.5-Klasse
Datei:I.n.s. dolfin-03.JPG
Ein U-Boot der Dolfin-Klasse
Datei:Dabur860.jpg
Ein Schnellboot der Dabur-Klasse
Datei:כלי בט"ש.jpg
ein Schnellboot der Klasse Super-Dwora-MK3-Klasse

Das Flottenoberkommando der Israelischen Marine befindet sich in Tel Aviv, die Marineakademie in Haifa.

Die Marine besteht aus:

Ausrüstung

Korvetten

Mit den in den USA gebauten Lenkwaffen-Korvetten der Sa'ar-5-Klasse, auch Eilat-Klasse, verfügt Israel seit 1994 erstmals über moderne Überwassereinheiten, die echte Hochseefähigkeit haben.

Über mehrere Jahre hinweg war die Beschaffung von Schiffen der amerikanischen LCS-Klasse geplant. Im Juni 2009 wurde bekannt, dass jetzt die deutsche MEKO 100-Klasse bevorzugt wird.[1]

Schnellboote

Die Raketenboot-Flottille schützt Israels Handelsmarine und soll im Kriegsfall eine Blockade israelischer Häfen verhindern bzw. selbst feindliche Häfen blockieren. Nach der deutschen Klassifikation handelt es sich um Schnellboote. Die Flottille hat mit der Raketenboot-Schule ihren Sitz in Haifa und besteht aus zehn Einheiten:

  • 3 Schiffe der Sa'ar-4- bzw. Reschef-Klasse, werden auf den Standard der Sa'ar 4.5 umgerüstet)
  • 7 Schiffe der Sa'ar-4.5- bzw. Chetz-Klasse

Unterseeboote

Die 1951 errichtete U-Boot-Flottille rekrutiert sich ausschließlich aus Freiwilligen und hat mit der U-Boot-Schule ihren Sitz in Haifa. Sie soll gegnerische Schiffe angreifen, verdeckt Informationen sammeln und andere Einheiten unterstützen.

1958 erwarb man zwei Einheiten der britischen Subtle-Klasse, die INS Rahav und die INS Tanin. 1968 kam es zu einer Tragödie, als die INS Dakar, eines der drei in Großbritannien erworbenen Schiffe der T-Klasse, auf der Überführungsfahrt mit der ganzen Mannschaft sank. 1976 erwarb man mit der Gal-Klasse erstmals drei spezifisch für israelische Anforderungen neu gebaute Einheiten.

Die U-Boot-Flottille besteht zur Zeit aus drei Einheiten der aus deutscher Produktion stammenden Dolphin-Klasse. Drei weitere U-Boote dieser Klasse, modifiziert mit einem Brennstoffzellenantrieb sind bestellt.[2][3]

Patrouillenboote

Die kleinen und wendigen Patrouillenboote sichern Israels Küsten und verhindern am Gazastreifen das Einsickern von Terroristen auf dem Seeweg. Einheit 914 liegt in Haifa, Einheit 915 in Eilat und Einheit 916 in Aschdod. Es sind derzeit folgende Wachboote im Bestand:

  • 15 Dabur-Klasse
  • 9 Dwora-Klasse
  • 4 Super-Dwora-Mk2-Klasse
  • 10 Super-Dwora-MK3-Klasse
  • 5 Schaldag-Klasse
  • 2 Stingway-Klasse

Landungsfahrzeuge

Für amphibische Operationen stehen drei Landungsschiffe der Aschdod-Klasse (ehemalige US-amerikanische Typ LSM-1 und zwei LCM-Landungsboote zur Verfügung.

Unterstützungsschiffe

Derzeit sind 8 Unterstützungsschiffe mit unterschiedlichen Aufgaben der verschiedenster Typen im Einsatz, darunter 2 Mehrzweckboote der Stollergrund-Klasse.

Hubschrauber

Neben sechs Hubschraubern vom Typ Agusta AB-206B verfügt Israels Marine noch über fünf Eurocopter-AS.565MA-Dauphin-2-Bordhubschrauber für die Eilat-Klasse und zwei Eurocopter-SA-366G-Dauphin-Bordhubschrauber.

Ehemalige Waffensysteme

Datei:INSEilat.jpg
Die ehemalige INS Eilat, Zerstörer der britischen Z-Klasse

Eine Auswahl von ehemaligen Waffensystemen der Israelischen Marine:

  • 3 Einheiten der U-Boot-Klasse Gal (hebräisch für Welle) im Einsatz zwischen Dezember 1976 bis Oktober 2007.
  • 2 Zerstörer der britischen Z-Klasse: INS Eilat und INS Yaffo, im Einsatz zwischen 1955 bis 1970.
  • 12 Schnellboote der Sa'ar-1-Klasse insgesamt von 1967 bis 1995 im Einsatz.
  • 8 weitere Schnellboote der Sa`ar-Klasse 4 wurden in andere Länder verkauft.

Einsätze

Siehe Tabelle der Einsätze im Artikel über die Israelischen Streitkräfte.

Besondere Ereignisse waren:

  • Im Juli 2006, während des Libanon Krieges, wurde die INS Hanit durch eine von der Hisbollah abgefeuerte Rakete getroffen. Dabei starben vier Seeleute. Das Schiff konnte jedoch selbständig israelische Gewässer erreichen.[4]
  • Im November 2009 wurde die der deutschen Reederei Gerd Bartels gehörende MS Francop auf dem Weg nach Zypern von einem Spezialkommando der Marine geentert, und zum Anlaufen eines israelischen Hafens gebracht. An Bord befanden sich etwa 300 Tonnen versteckter Waffen.[5][6]

Liste der Befehlshaber

Datei:Rotberg2009.jpg
Ram Rothberg, Kommandeur der Israelischen Marine

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Israelische Marine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.defensenews.com/story.php?i=4160683
  2. http://www.tagesschau.de/inland/meldung136402.html (nicht mehr online verfügbar)
  3. http://www.israelnetz.com/, Meldung vom 30. November 2011, abgerufen am 1. Dezember 2011.
  4. http://www.naval-technology.com/projects/saar5/
  5. "Waffenlieferung: Hisbollah und Iran wollen mit Schmuggel-Schiff nichts zu tun haben". Der Spiegel, 5. November 2009, abgerufen am 9. November 2009.
  6. Peter Münch und Paul Anton Krüger: "Waffenlieferung: Mit 3000 Raketen durch das Rote Meer". Süddeutsche Zeitung, 6. November 2009, abgerufen am 9. November 2009.


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Israelische Marine aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.