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Ismail Khatib

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Ismail Khatib (* 1966 in Dschenin) ist ein Palästinenser und ehemaliger Widerstandskämpfer für ein freies Palästina, der zwischen den Jahren 2008 bis 2010 internationale Bekanntheit erlangte, als er die Organe seines zuvor verstorbenen elfjährigen Sohnes Ahmed, an verschiedene Kinder unterschiedlicher Religionszugehörigkeit, zur Organspende freigab.

Leben und Hintergrund

Ismail Khatib lebt mit seiner Frau Abla und Ihren fünf Kindern im Jahre 2005 in einem Flüchtlingscamp in Dschenin. Sein Leben verdient sich Iamael Khatib durch unterschiedliche arbeiten, zunächst als Kleidungsverkäufer, später verschiedentlich als Automechaniker. All diese Bestrebungen scheitern jedoch, was Khatib auf den Besatzungszustand seiner Heimatstadt Jenin durch die Besatzungsmacht Israel zurückführt.

Im Jahr 2005 wird sein Sohn Ahmed Khatib bei einem israelischen Militäreinsatz fälschlicherweise für einen palästinensichen Angreifer gehalten, da dieser ein Spielzeuggewehr bei sich trägt, und bei einem Schusswaffeneinsatz durch einen isrelischen Soldaten lebensgefährlich verletzt. Obwohl der Junge sofort in ein Krankenhaus nach Haifa gebracht wird können die hiesigen Mediziner sein Leben nicht mehr retten. Auf Anfrage eines dortigen Krankenpflegers, ob die Familie Khatib bereit wäre die Organe ihres Kindes zu spenden, beschließt diese darauf hin Lunge, Nieren, Leber und später auch das Herz ihres Sohnes zur Transplantation freizugeben. Die freigegebenen Spenderorgane können daraufhin an sechs Kinder weitergegeben und transplantiert werden. Die Empfänger der Organe waren dabei alles Kinder mit israelischer Staatsangehörigkeit.

International sorgte diese menschliche Geste für große Beachtung, woraufhin der deutsche Dokumentarfilmer Marcus Vetter und der israelische Filmemacher Leon Geller im Jahre 2007 beschlossen eine Dokumentation über die damaligen Geschnisse zu drehen. Der dadurch entstanden Film Das Herz von Jenin wurde 2008 veröffentlicht und sorgte für ein großes und breites Medienecho auch international, und wurde daraufhin mit mehreren Preisen ausgezeichnet (u.a. Deutscher Filmpreis 2010 - Bester Dokumentarfilm).

Am 22. September 2010 erhielten Ismael Khatib und seine Frau Abla den Hessischen Friedenspreis in Wiesbaden für die Organspende seines Sohnes an israelische Kinder und die damit verbundene Geste für einen Frieden im Nahostkonflikt über die Grenzen der verschiedenen Religionen hinweg. Den Preis erhielt die Familie Khatib dabei aus den Händen des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier und des hessischen Landtagspräsidenten Norbert Kartmann. Die Laudatio zu Ehren der Familie Khatib hielt dabei der ehemalige israelische Botschafter in Deutschland Avi Primor. Die Preisvergabe an die Familie Khatib stellt dabei ein Novum auf, da dieser in der Vergangenheit ausschließlich an bereits öffentlich bekannte Person vergeben wurde (u.a. an die Friedensnobelpreisträger Martti Ahtisaari, John Hume, Seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama).

Ismael Khatib leitet heute ein Jugendzentrum in Jenin und ist Mitbetreiber des im Jahre 2010 wiedereröffneten Cinema Jenin.

Ehrungen

siehe auch

Weblinks

Referenzen


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Ismail Khatib aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.