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Ismaël Omar Mostefaï

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Ismaël Omar Mostefaï (geb. 21. November 1985 in Courcouronnes; gest. 14. November 2015 in Paris) war ein französischer Terrorist. Er war einer der Täter der Terroranschläge vom 13. November 2015 in Paris.

Leben

Ismaël Omar Mostefaï wurde am 21. November 1985 in einer Pariser Banlieue geboren. Er hatte zwei Brüder und zwei Schwestern. Seine Eltern kamen aus Algerien. Bis 2012 lebte er in Chartres. Laut Ermittlern ist es sehr wahrscheinlich, dass Mostefai sich im Winter 2013/14 während des Bürgerkriegs in Syrien aufgehalten hat. Dort habe er sich zum Teil radikalisiert. Die Ermittler fanden Hinweise für seine Durchreise in der Türkei, wo sich aber seine Spur verlor. Ismaël Omar Mostefaï wurde 2010 Vater einer Tochter.[1]

Anschlag

Am Freitagabend, den 13. November 2015, fuhr Ismaël Omar Mostefaï um 21.40 Uhr zusammen mit drei anderen Männern in einem schwarzen VW Polo vor die Pariser Konzerthalle Bataclan. Alle vier waren mit AK-47-Sturmgewehren bewaffnet und mit TATP-Sprengstoffwesten bekleidet. In dem Konzertsaal begann die Gruppe in die Menge zu schießen und Geiseln zu nehmen. Bevor die Männer sich in dem Saal in die Luft sprengten, lieferten sie sich mit Polizisten ein Wortgefecht: Es sollen die Worte „Syrien“ und „Irak“ gefallen sein. Als die Brigade de recherche et d’intervention (BRI) stürmte, zündeten die Männer ihre Sprengsätze.

Ermittlungen

Bei einer der Explosionen muss ein Teil des Fingers von Mostefaï abgesprengt worden sein. Dieser wurde später von den Ermittlern gefunden und dessen Fingerabdruck ausgewertet. Damit wurde Ismaël Omar Mostefaï als erster der Attentäter identifiziert. Mostefaï war der Polizei bekannt, da er wegen kleinerer Delikte belangt wurde und seine Fingerabdrücke im System der Polizei gespeichert waren.[2]

Einzelnachweise

  1. Sabina Sturzenegger: Portrait des Paris-Attentäters: Wer war Ismael Omar Mostefai?. In: watson.ch. 15. November 2015. Abgerufen am 15. November 2015.
  2. Johanna Bruckner: Terror in Paris: Was wir über die Attentäter wissen (englisch) In: sueddeutsche.de. Süddeutsche Zeitung. 15. November 2015. Abgerufen am 15. November 2015.


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