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Isaak Margulies

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Rabbiner Isaak Margulies

Isaak Margulies (Jizchak Zwi ben David Mordechai; geb. 1924 in Tel Aviv; gest. 2014 in Israel), Rabbiner, im Alter von drei Jahren zog er mit seiner Familie nach Bern, wo er in seiner Jugendzeit ein Talent im Boxen zeigte. Nach seiner Matur entschied er sich (nach einem kurzen Abstecher in die Juristerei) für Rabbinische Studien an der Ecole Rabbinique in Paris (1952-1956) und nahm ab 1957 einige Jahre den Rabbinerposten der Jüdischen Gemeinde in Freiburg i. Ue. ein, bevor er nach Basel zog. 1958 verheiratete er sich mit Janine Winsbacher aus Strasbourg. Sie war eine Frau von tiefer Frömmigkeit und fundiertem jüdischen Wissen, die ihm zeitlebens bei all seiner vielseitigen Tätigkeit eine grosse Stütze war. Sie starb 1993.

Von 1962, als er als Religionslehrer zur Israelitischen Gemeinde Basel stiess und von 1978 bis 1980 als Gemeinderabbiner amtierte bis zu seiner Alija nach Israel 2006 prägte er das jüdische Basel. Den Basler Juden war er wohlbekannt: ein gross gewachsener, stets freundlicher Herr mit Hut, Brille und langem Bart und einem unverkennbaren Berner Dialekt und mit einem kräftigen Händedruck. Als Religionslehrer war er pedantisch, aber dabei immer fröhlich und liebenswürdig, von Schülern und Eltern gleichermassen geachtet.

Dem Elternpaar Margulies wurden fünf Kinder geschenkt. Sein ältester Sohn David, ein angesehener Talmid Chacham, wurde zum Magid Schiur der Jeschiwa Gedola "Knesset Jizchak" in Kiryat Sefer berufen.

1997 fand Rabbiner Margulies in Odette Benamou-Teman aus Paris seine zweite, treue Lebensgefährtin. Das Ehepaar zog im Jahr 2007 nach Jeruschalajim. Leider waren die letzten Jahre Raw Margulies' von Krankheit und Altersbeschwerden geprägt. Während dieser Zeit hat seine Frau mit grösstem Einsatz alles getan, um das Los ihres Gatten zu erleichtern. An Erew Purim starb Raw Margulies und wurde unter grosser Beteiligung auf dem Har haSetim zur Kewura gebracht.