Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Isaac Celnikier

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Isaac Celnikier

Isaac Celnikier (geb. 8. Mai 1923 in Warschau; gest. 11. November 2011 in Ivry-sur-Seine) war ein bedeutender polnisch/jüdischer Maler, Graphiker und Zeichner.

Leben

Celnikier wuchs 1934 bis 1938 im Kinderheim von Janusz Korczak auf. Nach dem Fall Warschaus kam er 1939 nach Bialystok; 1941 bis 1943 lebte er im dortigen Ghetto. Nach seiner Inhaftierung durch die Deutschen kam er in die Lager Stutthof, Auschwitz-Birkenau, Buna, Sachsenhausen und Flossenbürg. Nach der Befreiung wurde er in einem sowjetischen Lager in Sumperk/Mähren interniert und floh von dort nach Prag. Dort studierte er 1946 bis 1952, mit einer kurzen Unterbrechung für ein Studium in Warschau, Monumentalmalerei bei Emil Filla an der höheren Kunstgewerbeschule.

1952 kehrte er nach Warschau zurück und nahm dort aktiv am künstlerischen Leben teil. Er beteiligte sich unter anderem 1955 an der berühmten Gesamtpolnischen Ausstellung Junger Künstler im Arsenal. Ab 1957 bis zu seinem Lebensende lebte Celnikier in Frankreich. 1967 erhielt er dort den Ehrentitel Chevalier des Arts et Lettres. Sein Oeuvre umfasst Gemälde in Öl, Aquarelle und Druckgraphik, gelegentlich arbeitete er auch als Plakatkünstler und Buchillustrator. Er schuf Frauenportraits, Akte, Stillleben und Landschaften. In einigen Gemälden beschäftigte er sich mit Themen des alten Testamentes und der jüdischen Geschichte, z. B: Massada 1971-82, Lied der Lieder 1978-82, Esther 1979.

Sein Hauptthema war das Martyrium der Juden während des Zweiten Weltkriegs. Zu diesem Thema schuf er unter anderen das monumentale Gemälde Ghetto in verschiedenen Varianten 1949 bis 1956 und das Triptychon Birkenau 1988 [1]

Werke

EIN HAROD, Mus. of Art. GORZÓW WIELKOPOLSKI, MO. JERUSALEM, Israel Mus. – Gedenkstätte Yad Vashem. PARIS, MAM. TEL AVIV, Tel Aviv Mus. WARSCHAU, MN. – Zydowski Inst. Historyczny.

Selbstzeugnisse

Sztandar Mlodych 1954(310); Przeglad Kulturalny 1955(7 und 37); Przeglad Artystyczny 1955(5-6)

Ausstellungen

1962 Carpentras, Chap. du Collége / Paris: 1964 Gal. Tivey-Faucon; 1969 Gal. Katia Granoff; 1981 Cité des Arts; 1990 Gal. l'Hermitage; 1993 Memorial du Martyr Juif Inconnu / 1966 Tel Aviv, Gal. Orit / Jerusalem: 1967 Israel Mus.; 1985 Mus. in Yad Vashem / 1968 Haifa, Stadt-Mus.; Ein Harod, Mus. of Art / Stavanger: 1971 Kunstzentrum; 1982 Gal. Oftedal / 1972 Aubonne (Schweiz), Gal. Chantepierre / 1976 Tel Aviv, Tel Aviv Mus. / 1992 Gorzów Wielkopolski, Gal. Spichlerz / 1993 Warschau, Gal. Zacheta.

Bibliographie

Vo5, 1961 (Lit.). Bénézit II, 1976. – B.Mark, Ruch oporu w getcie bialostockim, War. 1952; M.Porebski, Sztuka naszego czasu, War. 1956, 76; A.Oseka, Dziennik Ludowy 1963(274); The Jerusalem Post 1966(27); A.Oseka, Poddanie Arsenalu, War. 1971; J.A. Zaleski, W kregu Arsenalu (K MO), Rzeszów 1979; A.Kepinska, Nowa sztuka. Sztuka polska w latach 1945-1978, War. 1982; J.Bogucki, Sztuka Polski Ludowej, War. 1983; I.C. (K Mus. des Augustins), Toulouse 1991 (mit Beitr. von D.Milhau, E.de Fontenay, A. Schwarz-Bart, P.Restany, K.Pahr-Iverson, W. George und mit einem Beitr. von C. vom Mai 1989); Krag "Arsenalu" 1955. Malarstwo, grafika, rysunek z MO w Gorzowie (K Gal. Zacheta), War. 1992, 89 et passim; Wojciechowski III, 1992; G.Balcerzakowa, Ziemia Gorzowska 1992(12); Gaz. Wyborcza 1993(95).

Weblinks (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. Allgemeines Künstlerlexikon

Andere Wikis


Dieser Artikel / Artikelstub / diese Liste wurde in Jewiki verfasst und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. Hauptautor des Artikels (siehe Autorenliste) war Eva. Weitere Artikel, an denen dieser Autor / diese Autorin maßgeblich beteiligt war: 120 Artikel (davon 113 in Jewiki angelegt und 7 aus Wikipedia übernommen). Bitte beachten Sie die Hinweise auf der Seite Jewiki:Statistik.