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Irving Moskowitz

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Irving Moskowitz
Irving Moskowitz

Irving Moskowitz (geb. 11. Januar 1928 in New York; gest. 16. Juni 2016 in Miami) war ein bedeutender Unternehmer und Philanthrop. Er unterstützte auch den Siedlungsbau im Westjordanland.

Leben

Irving Moskowitz wurde 1928 in New York als neuntes von 13 Kindern polnisch-jüdischer Immigranten geboren. In Milwaukee (US-Staat Wisconsin) aufgewachsen, gelang ihm nach seinem Umzug an die Westküste eine imponierende Karriere als Arzt und Unternehmer. Moskowitz betrieb in Kalifornien Hospitäler und wurde zudem in der Kasino-Branche erfolgreich.

Bekannt wurden er seine Frau Cherna jedoch primär als Philantropen. Sie gründeten 1968 die Irving Moskowitz Foundation, die im kalifornischen Hawaiian Gardens Sozialhilfen und Stadtentwicklung unterstützte, aber auch Projekte für Studenten in den USA und in Israel. Die Stiftung sprang seit den 1990er Jahren mit grossen Summen bei Naturkatastrophen und Terroranschlägen ein. Dazu zählten Hilfen für den Kosovo, Erdbeben-Opfer in der Türkei, aber auch nach dem Terroranschlag vom 11. Septembers 2001 in New York, dem Tsunami von 2004 in Indonesien und Sri Lanka sowie 2005 nach dem Hurrikan «Katrina» und 2011 bei dem Erdbeben in Japan.

Politisch wurde der überzeugte Zionist Moskowitz in Israel durch Spenden für jüdische Rückkehr und Besiedlung des Westjordanlandes sowie für den Erwerb und die Übersiedlung von Juden in die arabischen Viertel von Ost-Jerusalem aktiv. Seit der Etablierung des Hilfsfonds 1968 prägte diese Tätigkeit seinen Ruf in Israel. Moskowitz stand in engem Kontakt zu der Siedlerbewegung und unterstützte sie finanziell massiv bei zahlreichen Aktionen. Der von ihm finanzierte Kauf von Immobilien zugunsten der Einsiedlung jüdischer Einwohner in der Altstadt Jerusalems und in den arabischen Vierteln wie Sheikh Jarrah und Silwan sorgte auch international für Kritik.

Das Ehepaar reagierte darauf 2008 mit der Gründung des «Moskowitz Preises für Zionismus», der an die Knesset-Abgeordnete Yehuda Glick für ihre Forderung nach Religionsfreiheit auf dem Tempelberg oder Yigal Cohen-Organ vergeben wurden, den Vorsitzenden der Ariel-Universität in den umstrittenen Gebieten Judäa und Samaria.

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